Bernina profitiert – Schweizerinnen und Schweizer nähen während der Pandemie wie wild
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Bernina profitiertSchweizerinnen und Schweizer nähen während der Pandemie wie wild

In der Coronakrise blieben viele Menschen zuhause. Davon profitierte Bernina. Der hiesige Nähmaschinen-Hersteller machte im vergangenen Jahr so viel Umsatz wie noch nie. 

von
Dominic Benz
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Das Unternehmen Bernina trotzt der Pandemie und freut sich über mehr Bestellungen im Onlineshop.

Das Unternehmen Bernina trotzt der Pandemie und freut sich über mehr Bestellungen im Onlineshop.

Bernina
Ihre Nähmaschinen fertigt die Firma in Steckborn im Kanton Thurgau sowie in einem Werk in Thailand.

Ihre Nähmaschinen fertigt die Firma in Steckborn im Kanton Thurgau sowie in einem Werk in Thailand.

Bernina
Die drei mit Swarovski-Kristallen verzierten «Crystal Editions» laufen laut Bernina besonders gut.

Die drei mit Swarovski-Kristallen verzierten «Crystal Editions» laufen laut Bernina besonders gut.

Bernina

Darum gehts

Die Corona-Pandemie hat das Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten verändert. Statt für Ausgang, Restaurantbesuche oder Konzerte, gaben sie vermehrt Geld für Aktivitäten in den eigenen vier Wänden aus. Fitnessgeräte, Bücher, Spielkonsolen oder Erotik-Produkte boomten daher.

Doch auch das Nähen stand in der Corona-Zeit hoch im Kurs. Das zeigen die neusten Umsatzzahlen von Bernina. Der Schweizer Nähmaschinen-Hersteller hat 2021 gegenüber dem Vorjahr den Umsatz um neun Prozent auf 267 Millionen Franken gesteigert. Das ist der höchste Umsatz der Firmengeschichte, wie es in einer Mitteilung heisst.

Von Cocooning-Trend befeuert

Laut Bernina ist der Rekord vor allem der Pandemie zu verdanken. Der Onlinehandel sowie die Nachfrage nach hochwertigen Produkten in den Läden brummte. Gefragt waren bei Bernina unter anderem drei limitierte Sondermodelle, die Bernina mit Swarovski-Kristallen veredelte.

Wie Bernina weiter schreibt, habe der sogenannte Cocooning-Trend den Umsatz befeuert: Wegen Ausgangssperre, Abstandsregeln oder Homeoffice haben die Menschen mehr Zeit zuhause verbracht. Dort betätigten sie sich handwerklich und kreativ. «Beispielsweise beim Nähen, Sticken und Quilten», so Bernina. Auch betrachteten die Kundinnen und Kunden das Nähen als nachhaltige Alternative zum Kauf von der Stange. 

Viele Herausforderungen

Doch nicht alles war gut im vergangenen Jahr. So bot die Logistik wegen der weltweit unterbrochenen Lieferketten grosse Herausforderungen. Auch die Knappheit bei Rohstoffen und Elektronikkomponenten sorgte für Probleme. Das werde auch in diesem Jahr so sein, so Bernina.

Hier macht Bernina Umsatz

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