WM-Qualifikation: Schweizerinnen vor Herkules-Aufgabe
Aktualisiert

WM-QualifikationSchweizerinnen vor Herkules-Aufgabe

Zwei Tore beträgt die Hypothek, mit der das Schweizer Frauen- Nationalteam am Donnerstag in das WM-Barrage-Rückspiel gegen England steigt.

Die Tore von Ana Maria Crnogorcevic sind gefragt.

Die Tore von Ana Maria Crnogorcevic sind gefragt.

Das Team von Béatrice von Siebenthal traut sich in Wohlen trotz des Weltklasse-Gegners zu, das 0:2 wettzumachen.

Noch nie war ein Schweizer Frauenteam so nahe an einer WM-Qualifikation. Doch der letzte zu überwindende Brocken auf dem direkten Weg zur WM 2011 in Deutschland schien für die Schweizerinnen am letzten Sonntag ein zu grosses Hindernis zu sein. Im Hinspiel in Shrewsbury war die Schweiz den Engländerinnen wie bei sechs der sieben vorhergehenden Begegnungen unterlegen.

England dominierte Hinspiel

Das routinierte englische Team dominierte die mehrheitlich jungen Gäste aus der Schweiz über weite Strecken. Insbesondere in den ersten 45 Minuten blieben Schweizer Torchancen völlig aus. Das ist auch Trainerin Béatrice von Siebenthal nicht entgangen. Dennoch will sie ihre Equipe nicht vorzeitig abschreiben: «In der ersten Halbzeit sah es zwar nicht so aus, aber in der zweiten hat man gesehen, dass wir unserer Aufgabe gewachsen sind.»

Schweizer Tore fielen zwar auch in der zweiten Hälfte nicht. Allerdings vermochten auch die schnellen Engländerinnen Goalie Marisa Brunner zu bezwingen. Die englischen Torschützinnen Fara Williams und Kelly Smith konnten frühzeitig gestoppt werden. «Wir sind manchmal noch etwas brav. Dabei müssten wir das gar nicht sein», sagt von Siebenthal. Das hat ihr Team nicht zuletzt diesen März bewiesen, als die Schweiz gegen die englischen EM-Finalistinnen bei einem Turnier auf Zypern verdient ein 2:2 herausholte.

(si)

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