Aufstieg perfekt: Schweizerinnen zurück in der Weltgruppe II
Aktualisiert

Aufstieg perfektSchweizerinnen zurück in der Weltgruppe II

Das Schweizer Fedcup-Team steigt in die Weltgruppe II auf: Nach dem zweiten Tag der Playoff-Partie in Lugano gegen Schweden steht es 3:0.

Das Schweizer Team führt 2:0 gegen Schweden.

Das Schweizer Team führt 2:0 gegen Schweden.

Schnyder musste sich die Ovationen der Fans in Lugano hart erarbeiten. Larsson steigerte sich gegenüber dem Startspiel gegen Timea Bacsinszky vor allem beim Aufschlag und gewann den ersten Satz nach 5:1-Führung noch sicher. Mit zunehmender Spieldauer fand Schnyder dann besser ins Spiel. Sie variierte immer wieder sehr gut Schnitt und Länge, streute viele gelungene Rückhand-Stopbälle ein und war im dritten Satz die klare Chefin auf dem Platz. Sie gewann 21 der letzten 25 Punkte und durfte sich am Schluss zurecht feiern lassen. Schnyder ist damit die Matchwinnerin im Südtessin, hat sie doch am Vortag gegen Sofia Arvidsson nur ein Game abgegeben (6:1, 6:0)

Es war für Schnyder der 50. Sieg für die Schweizer Nationalmannschaft, sie ist damit klare Rekordhalterin und wurde noch auf dem Platz von Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach und Fedcup-Komitee-Chef Erik Keller mit Blumen beschenkt. Voraussichtlich war es aber auch ihr letztes Spiel für die Schweiz, da ihr Rücktritt wohl in Kürze bevorsteht.

Damit gehört das Schweizer Team 2012 wieder zur den 16 besten Nationen der Welt. Als neue Teamleaderin zeichnet sich Timea Bacsinszky ab, dahinter folgen Stefanie Vögele und Amra Sadikovic.

Klare Verhältnisse schon am Samstag

Im Startspiel bezwang Timea Bacsinszky (WTA 48) die schwedische Nummer 1 Johanna Larsson (WTA 79) 7:6 (7:2), 6:1. So klar die Partie am Ende verlief, so ausgeglichen war der Startsatz. Nach dem anfänglichen Break-Festival - es gab fünf Servicedurchbrüche in den ersten fünf Games - bekam die Lausannerin immer mehr die Oberhand. Es fiel ihr aber enorm schwer, den Satz unter Dach und Fach zu bekommen: Bei 5:3 konnte sie fünf Satzbälle nicht verwerten, bei 5:4 zwei weitere.

Angefeuert durch die übrigen Team-Mitglieder liess sie sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und war ab dem Tiebreak die klar bessere Spielerin. Sie überzeugte immer wieder durch gelungene Rhythmuswechsel, vor allem mit den ansatzlosen Stoppbällen stellte sie die Gegnerin immer wieder vor unlösbare Probleme.

Überhaupt keine Probleme bekundete anschliessend Patty Schnyder (WTA 40) mit Sofia Arvidsson (WTA 83). Sie war der schwedischen Nummer 2 von A bis Z überlegen und kam zu einem 6:1, 6:0-Kantersieg. Schnyder nahm damit eindrücklich Revanche für die beiden Niederlagen, welche sie im Fedcup gegen die gleiche Spielerin erlitten hatte. Für die Schweizer Teamleaderin war es der 49. Sieg für die Nationalmannschaft, sie könnte also am Sonntag bei ihrem wohl letzten Einsatz als Professional auf Schweizer Boden ein schönes Jubiläum feiern.

USA erstmals aus der Weltgruppe abgestiegen

Die USA werden im kommenden Jahr erstmals seit Einführung des Fedcups (1963) nicht um den Titel mitspielen dürfen. Die stark ersatzgeschwächten Amerikanerinnen stiegen durch die Niederlage in Stuttgart gegen Deutschland aus der Weltgruppe ab.

Die entscheidende dritte Niederlage auf dem Stuttgarter Sand kassierte die bestklassierte US-Spielerin Melanie Oudin (WTA 81) am Sonntag beim 2:6, 3:6 gegen Andrea Petkovic (WTA 19). Unter anderem fehlten im Aufgebot des Rekordsiegers (17 Titel) und zuletzt zweifachen Finalisten die Williams-Schwestern oder Bethanie Mattek-Sands. Auf Kosten der USA gehört 2012 Deutschland wieder den besten acht Nationen im Frauentennis an. Dazu sicherten sich in den Barragespielen die Ukraine (3:2 in Australien) und Spanien (4:1 gegen Frankreich) das Ticket für die erste Weltgruppe.

Die Tschechinnen haben sich dank des 3:2-Auswärtssiegs gegen Belgien, das ohne seine verletzte Topspielerin Kim Clijsters antreten musste, für den Final von Anfang November auswärts gegen Russland qualifiziert. Nach den vier Einzeln stand es in Charleroi 2:2, die Entscheidung musste im Doppel fallen. In diesem setzte sich das starke tschechische Duo Iveta Benesova/Barbora Zahlavova-Strycova gegen Kirsten Flipkens/Yanina Wickmayer in zwei Sätzen durch (6:4, 6:4). Keinerlei Probleme, die Final-Qualifikation sicherzustellen, bekundeten in Moskau die Russinnen, die gegen Titelverteidiger Italien 5:0 gewannen.

Fedcup. Aufstiegs-Playoffs. 3. Spiel:

Schweiz s. Schweden 3:0

Patty Schnyder s. Johanna Larsson 3:6, 7:5, 6:2. (si)

USA erstmals aus der Weltgruppe abgestiegen

Die USA werden im kommenden Jahr erstmals seit Einführung des Fedcups (1963) nicht um den Titel mitspielen dürfen. Die stark ersatzgeschwächten Amerikanerinnen stiegen durch die Niederlage in Stuttgart gegen Deutschland aus der Weltgruppe ab.

Die entscheidende dritte Niederlage auf dem Stuttgarter Sand kassierte die bestklassierte US-Spielerin Melanie Oudin (WTA 81) am Sonntag beim 2:6, 3:6 gegen Andrea Petkovic (WTA 19). Unter anderem fehlten im Aufgebot des Rekordsiegers (17 Titel) und zuletzt zweifachen Finalisten die Williams-Schwestern oder Bethanie Mattek-Sands. Auf Kosten der USA gehört 2012 Deutschland wieder den besten acht Nationen im Frauentennis an. Dazu sicherten sich in den Playoffs die Ukraine (3:2 in Australien) und Spanien (gegen Frankreich) das Ticket für die erste Weltgruppe.

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