Schwere Krähenschäden auf Thurgauer Äckern
Aktualisiert

Schwere Krähenschäden auf Thurgauer Äckern

Auf den Thurgauer Feldern verursachen Krähen so hohe Kosten wie nie zuvor. Warum, ist unklar – Gegenmassnahmen sind schwierig.

Am schlimmsten wüten laut Experten Jungkrähen in grossen Schwärmen. Sie haben es vor allem auf junge Maispflanzen abgesehen. Eine Statistik der Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau zeigt, dass im Jagdjahr 03/04 rund 6300 Franken Schaden durch Krähen entstanden ist. Im Jahr 04/05 waren es bereits 30300 Franken und 05/06 gar 34400 Franken. Die Zunahme kann sich niemand erklären.

Am schlimmsten betroffen sind die Biobauern, weil sie unbehandeltes Saatgut verwenden. Da die Vögel äusserst intelligent und anpassungsfähig sind, ist die Bekämpfung schwierig. Umso wichtiger sind deshalb vorbeugende Massnahmen, so Jakob Rohrer von der Beratungsstelle für Biolandbau. Optimal seien schnell wachsende Maissorten, die tief unter die Erde gesät werden könnten. Eine weitere, jedoch umstrittene Methode ist das Aufhängen von abgeschossenen Krähen als Abschreckung. Abschiessen bringt wenig. Immerhin: Den Thurgauer Bauern werden die Krähenschäden vollständig vergütet, wie die «Thurgauer Zeitung» gestern schrieb.

Das Krähenproblem kennt man auch im Kanton St.Gallen. Laut Markus Brülisauer vom Amt für Jagd und Fischerei sind hier die Schäden aber eher zurückgegangen.

(kar)

Deine Meinung