Schwere Stürze überschatten Rossi-Sieg
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Schwere Stürze überschatten Rossi-Sieg

Valentino Rossi gewann zum dritten Mal in Folge den GP Katalonien in Montmeló (Sp). Der 56. Sieg des Italieners in der «Königsklasse» wurde allerdings von einem schlimmen Unfall überschattet, bei dem sich Sete Gibernau, Loris Capirossi und Marco Melandri verletzten.

Nach ersten Informationen zog sich Capirossi schwere Prellungen zu, Melandri erlitt eine Schlüsselbein-Luxation und eine Nackenverletzung. Beide Italiener wurden zu näheren Abklärungen nach Barcelona ins Spital geflogen. Gibernau brach sich das Schlüsselbein und erlitt eine Gehirnerschütterung. Bei diesem einen Unfall sollte es für den Spanier allerdings nicht bleiben: Die Ambulanz, mit der Gibernau transportiert wurde, stiess auf dem Weg ins Spital mit einem Autobus zusammen.

Gibernau war der Ursprung des Unfalls gewesen. Gleich in der ersten Kurve touchierte der Spanier seinen Teamkollegen Capirossi und überschlug sich mitten im Fahrerfeld. Capirossi und Melandri stürzten, wobei Melandris Honda sich mit derjenigen von Dani Pedrosa verkeilte. Der Italiener wurde dabei mitgeschleift und blieb bewusstlos liegen. Das Rennen wurde mit einer roten Flagge abgebrochen und erst 35 Minuten später wieder aufgenommen.

Das Rennen gewann Rossi in überlegener Manier. Rossi, der erstmals seit elf Monaten aus der Pole-Position losfahren durfte, startete katastrophal und fiel auf Platz 6 zurück. Doch bereits in der 9. Runde lag der siebenfache Weltmeister wieder vorne. Im Ziel nahm er WM-Leader Nicky Hayden (USA) viereinhalb Sekunden ab. Hinter Hayden folgten gleich drei weitere Amerikaner, wobei der 33-jährige Kenny Roberts als Drittplatzierter erstmals seit September 2002 wieder aufs Podest fuhr.

In der WM-Gesamtwertung bleibt Hayden mit 119 Punkten vor Capirossi (99). Rossi befindet sich mit 90 Zählern bereits auf Platz 3. (si)

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