Aktualisiert 07.12.2010 21:46

Boardercross

Schwerer Sturz der Schweizer Teamleaderin

Zum Weltcup-Auftakt der Boardercrosser in Lech (Ö) schaffte es nur Sandra Frei in die K.o.-Runde. Die Bündnerin brach sich im Halbfinal aber wohl den rechten Oberarm.

Beim Weltcup-Auftakt der Boardercrosser konnte nur Sandra Frei überzeugen. (Bild: Keystone)

Beim Weltcup-Auftakt der Boardercrosser konnte nur Sandra Frei überzeugen. (Bild: Keystone)

Das erste Rennen des WM-Winters endete für Frei äusserst schmerzvoll. An zweiter Stelle fahrend wurde sie von der Französin Oceane Pozzo bedrängt und ohne Eigenverschulden regelrecht abgeschossen. Entweder beim heftigen Zusammenstoss mit Pozzo oder beim Aufprall neben der Piste zog sich Frei die Verletzung zu, wie die Bilder des Schweizer Fernsehens zeigten.

Laut Trainer Harald Benselin wurde Frei noch gestern Abend in die Schweiz zurückgefahren, der heutige Untersuch in der Schulthess-Klinik soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Benselin rechnet «nicht vor Februar» mit der Rückkehr seiner besten Fahrerin. Dies bedeutet, dass Frei die WM und auch die X-Games verpassten würde. Nach dem Rücktritt von Olivia Nobs, dem Timeout von Mellie Francon und der schweren Knieverletzung von Simona Meiler ist der Ausfall der 26-jährigen Flimserin der nächste Rückschlag für den Coach der Boardercrosserinnen.

Emilie Aubry verpasste in Lech den Final der Top 16 hauchdünn. Der 20-jährigen Seeländerin fehlten 0,1 Sekunden zum Vorstoss in die Viertelfinals und der damit verbundenen WM-Teilnahme. Swiss- Snowboard fordert von den Frauen in den vier Rennen der Qualifikationsphase eine Top-16-Klassierung, um sie für die Titelkämpfe von Mitte Januar 2011 in La Molina (Sp) zu nominieren.

Männertrio out

Für die Schweizer Männer begann der WM-Winter mit einem Nuller. Das Trio mit Fabio Caduff, Marvin James und Ruben Arnold überstand die Qualifikation nicht. Den einzigen Final der Saison unter Flutlicht bestritten 32 andere Fahrer, unter ihnen der mittlerweile 42-jährige Amerikaner Shaun Palmer. Der letztlich sechstklassierte Kalifornier hat in seiner illustren Karriere sechs Mal Gold in vier Disziplinen der Winter-X-Games gewonnen.

Bereits heute Nachmittag bietet sich in Lech die Chance zur Rehabilitation. Nach dem zweiten Rennen in der Arlberger Skistation reist der Tross dann in die USA weiter. In Telluride, Colorado haben die Schweizer am 17. und 18. Dezember die letzten zwei Möglichkeiten, sich das WM-Ticket zu sichern. Dazu ist eine Top-32- Klassierung nötig. (si)

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