Tsunami befürchtet - Schweres Erdbeben erschüttert Kreta
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Tsunami befürchtetSchweres Erdbeben erschüttert Kreta

Nahe der Insel bebte am Dienstagmorgen die Erde. Bereits Ende September kam es zu einem Beben, das schwere Schäden verursachte.

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Nahe der griechischen Insel Kreta bebte am Dienstag die Erde. Das Beben verzeichnete auf der Richterskala eine Stärke von 6,3.

Nahe der griechischen Insel Kreta bebte am Dienstag die Erde. Das Beben verzeichnete auf der Richterskala eine Stärke von 6,3.

Reuters
Das Epizentrum des Erdbebens soll etwa 20 Kilometer vor der Küste in einer Tiefe von etwa acht Kilometern gelegen haben.

Das Epizentrum des Erdbebens soll etwa 20 Kilometer vor der Küste in einer Tiefe von etwa acht Kilometern gelegen haben.

Screenshot/Twitter
Beim Erdbeben wurden glücklicherweise nur wenige Gebäude beschädigt. Im Dorf Xerokampos brachte das Beben eine Kapelle zum Einsturz.

Beim Erdbeben wurden glücklicherweise nur wenige Gebäude beschädigt. Im Dorf Xerokampos brachte das Beben eine Kapelle zum Einsturz.

Reuters

Darum gehts

  • Am Dienstagmorgen kam es in Kreta zu einem Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala.

  • Bereits Ende September hatte ein Beben der Stärke 5,8 die Region getroffen, damals gab es ein Todesopfer, das Beben richtete schwere Schäden an.

  • Das Beben soll sich etwa acht Kilometer unter der Erdoberfläche ereignet haben.

  • Experten und Expertinnen befürchten, dass das Erdbeben einen Tsunami nach sich ziehen könnte.

Mehrere internationale Medien berichten am Dienstagmorgen über ein Erdbeben nahe der griechischen Insel Kreta. Auf der Richterskala soll die Erschütterung mit 6,3 gemessen worden sein. Erst vor wenigen Wochen hatte die Erde unter dem beliebten Ferienziel gebebt. Damals wurde ein Wert von 5,8 gemessen.

Videos auf Twitter zeigen wackelnde Lampen, die Erschütterungen seien gut spürbar gewesen. Berichte über Verletzte oder grösseren Schäden an Gebäuden liegen bis jetzt nicht vor. Das Epizentrum des Bebens befand sich laut dem Geodynamischen Institut Athen zufolge gut 20 Kilometer östlich der Insel und rund acht Kilometer unter dem Meeresspiegel. Das Beben sei auch in 90 Kilometer Entfernung über eine Minute lang gut spürbar gewesen.

Vor Ort ist anscheinend auch die Journalistin und ehemalige Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin. Wie sie auf Twitter schreibt, testete sie noch kurz vor dem Beben einen Erdbebensimulator. Auf der Website des europäisch-mediterranen seismologischen Zentrums schreiben verschiedene Personen vor Ort, dass die Wände und Gegenstände im Haus heftig gebebt hätten. In der Hafenstadt Iraklion und vielen anderen Orten flüchteten die Menschen in Panik auf die Strasse.

Eine Überwachungskamera zeichnete das Beben am Dienstagmorgen auf. Gegenüber AFP sagte Spyros Georgiou, der Pressesprecher der Zivilschutzbehörde, dass das Erdbeben eine Dorfkirche teilweise einstürzen liess. Auf Landstrassen sei es zudem teilweise zu Erdrutschen gekommen. Einheiten der griechischen Polizei würden die Region auf der Strasse und in der Luft überwachen. Ausserdem halte die Küstenwache Ausschau nach einem möglichen Tsunami.

Dieser könne den Süden von Kreta treffen, er forderte darum die Evakuierung der Bewohner und Bewohnerinnen und Touristen und Touristinnen in der Region. Im Osten von Kreta sei der Meeresspiegel bereits leicht angestiegen, wie ein Mitarbeiter der «Associated Press» auf Twitter schreibt. Da noch Nachbeben auftreten können, bleiben die Schulen vorerst geschlossen.

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(dpa/bho)

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