Aktualisiert 18.04.2014 21:26

Stufe 7,2Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

Ein schweres Erdbeben hat das Zentrum und den Süden Mexikos erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag rund 37 Kilometer nördlich der Ortschaft Tecpan im Bundesstaat Guerrero.

Berichte über grössere Schäden blieben bisher aus.

Berichte über grössere Schäden blieben bisher aus.

Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke mit 7,2 an. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge nordwestlich des Badeortes Acapulco vor der Pazifikküste. Die Erdstösse, die sich gegen 09.30 Uhr ereigneten, waren in mindestens sechs Bundesstaaten zu spüren. Über grössere Schäden oder Verletzte gab es zunächst keine Angaben. Viele Menschen gerieten jedoch in Panik und liefen ins Freie.

Wegen der Osterfeiertage befanden sich viele Mexikaner in den Urlaubsorten rund um Acapulco, wo das Beben stark zu spüren war. Eine Sprecherin des Katastrophenschutzbüros sagte, vor allem Touristen seien von den Erdstössen betroffen gewesen. «Hier herrscht Panik», meinte Alicia Domínguez. Rettungskräfte fuhren den Angaben zufolge durch Acapulco, um nach Schäden oder Verletzten Ausschau zu halten. An einigen Orten stürzten Wände ein oder zerbarsten Fensterscheiben.

In dem gut 270 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt war das Beben den Angaben zufolge für mindestens 30 Sekunden zu spüren. Viele Anwohner höherer Gebäude flüchteten sich ins Freie. Die Stadt war wegen der Ferien weniger belebt als sonst. Bürgermeister Miguel Ángel Mancera sagte, es habe kleinere Stromausfälle gegeben.

Instabiler Untergrund

Mexiko-Stadt ist auch für weiter entfernte Erdbeben empfänglich, da es auf schlammigen Ablagerungen ausgetrockneter Flussbetten gebaut ist. Diese schwingen bei Erdstössen mit. Das Erdbeben vom Freitag ereignete sich entlang einer etwa 200 Kilometer langen Spalte, wo tektonische Platten aufeinandertreffen und für lange Zeit feststeckten.

Man werde die sogenannte Guerrero-Spalte jetzt stärker beobachten, sagte Seismologe Gavin Hayes von der US-Erdbebenwarte. Denn moderate Beben wie dieses könnten die anderen seismischen Platten in der Umgebung destabilisieren und die Wahrscheinlichkeit für ein stärkeres Erdbeben erhöhen. (sda)

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