Aktualisiert 07.10.2018 10:32

HaitiSchweres Erdbeben fordert Todesopfer

Erinnerungen an das schwere Erdbeben vor acht Jahren wurden wach, als am Samstagabend in Haiti wieder die Erde bebte.

von
roy
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Vor der Küste Haitis bebte am Samstagabend die Erde. (6. Oktober 2018)

Vor der Küste Haitis bebte am Samstagabend die Erde. (6. Oktober 2018)

Earthquake.usgs.gov
Da werden Erinnerungen an die Katastrophe von 2010 wach. Die Schweiz beteiligte sich an einer Hilfsaktion und brachte Güter in das Katastrophengebiet. Ein Rückblick auf das Unglück von damals.

Da werden Erinnerungen an die Katastrophe von 2010 wach. Die Schweiz beteiligte sich an einer Hilfsaktion und brachte Güter in das Katastrophengebiet. Ein Rückblick auf das Unglück von damals.

Keystone/Ennio Leanza
Über 200'000 Menschen kamen ums Leben. 400'000 Menschen sollten wegen katastrophaler hygienischer Zustände aus den Zeltstädten in Port-au-Prince nach ausserhalb umgesiedelt werden, wie die haitianische Regierung am 21. Januar bekannt gab.

Über 200'000 Menschen kamen ums Leben. 400'000 Menschen sollten wegen katastrophaler hygienischer Zustände aus den Zeltstädten in Port-au-Prince nach ausserhalb umgesiedelt werden, wie die haitianische Regierung am 21. Januar bekannt gab.

AFP/Stan Honda

Haiti ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 5,9 lag 20 Kilometer nordwestlich von Port-de-Paix, wie die US-Erdbebenwarte USGS am Samstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Mindestens elf Menschen kamen ums Leben, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP. In Medienberichten war zuvor von vier Toten die Rede gewesen. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.

Erdbeben in Haiti

Das Erdbeben soll mehrere Todesopfer gefordert haben. (Video: Storyful)

Mehrere Gebäude sind nach dem Beben eingestürzt. (Video: Stroyful)

Das Zentrum des Beben lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in einer Tiefe von nur 11,7 Kilometern. Die mehrere Sekunden langen Erschütterungen waren auch in der Hauptstadt des armen Karibikstaats zu spüren, viele Menschen gerieten in Panik.

Panik sorgt für Verletzungen

Präsident Jovenel Moise forderte seine Landsleute nach den Beben am Samstag auf, «Ruhe zu bewahren». Der Katastrophenschutz erklärte, mehrere Verletzte seien in Spitäler eingeliefert worden. Demnach hatten sich einige von ihnen die Verletzungen erst nach dem Beben bei bei der Panik in den Strassen zugezogen.

Nach ersten Medienberichten stürzten im Norden des Landes in mehreren Orten zudem Gebäude ein oder wurden schwer beschädigt. In Plaisance du Nord stürzte die Fassade der katholischen Kirche ein.

Der Nordwesten Haitis ist der ärmste Teil des Landes. Viele Gebiete sind wegen schlechter Strassen kaum zu erreichen. Der völlig verarmte Karibikstaat war bereits 2010 von einem heftigen Erdbeben der Stärke 7 erschüttert worden. Mehr als 220'000 Menschen kamen damals ums Leben. Noch immer wohnen viele Haitianer in Notunterkünften. Die wirtschaftliche und politische Lage ist zudem angespannt.

(roy/sda/afp)

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