Beachvolley: Schweres Olympia-Los für die Schweizer
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BeachvolleySchweres Olympia-Los für die Schweizer

Sascha Heyer/Patrick Heuscher erwartet in der Vorrunde der Olympischen Spiele die wohl schwerst mögliche Gruppe. Sie treffen unter anderem auf zwei (ehemalige) Weltmeister. Martina Laciga/Jan Schnider spielen gegen drei europäische Teams.

Snowboard-Olympiasiegerin Tanja Frieden hatte an der etwas langatmigen, aber unterhaltsamen Show in Gstaad alles andere als ein «glückliches Händchen», als sie zusammen mit der Behindertensportlerin Manuela Schär die sechs Pools der Männer loste. Sie teilte Heyer/Heuscher der Gruppe B zu, in der Todd Rogers/Phil Dalhausser als Nummer 2 des Olympia-Events gesetzt waren. Die Weltmeister von 2007 (in Gstaad) gewannen heuer drei von sechs World-Tour-Turnieren, zu denen sie antraten, an den drei anderen standen sie stets auf dem Podest.

Die besten Zeiten von Mariano Baracetti/Martin Conde, dem zweiten zugelosten Gegner, liegen schon einige Jahre zurück. 2001 gewannen die Argentinier in Klagenfurt WM-Gold, ein Jahr später die Welttournee und verzeichneten letzte Saison erstmals seit langem wieder Aufwärtstrend. Heuer war Conde längere Zeit verletzt, weshalb sich Heyer gute Chancen auf einen Sieg ausrechnet. Dritter Opponent von «H&H» sind die unbequemen Letten Alexander Samoilows/Martin Plawins. «Wir haben eine echte Hammergruppe erwischt», fasste Heyer zusammen. «Entscheidend ist die Auslosung aber nicht. Wir müssen eh gegen gute Teams gewinnen, um weiterzukommen.»

Eine spezielle Angelegenheit wurde das Los für Laciga/Schnider. Sie bekommen es mit ihren Pekinger Trainingspartnern David Klemperer/Eric Koreng zu tun, die sie heuer zwei Mal bezwungen haben. Laciga deutete gleich nach dem Draw an, die vorolympische Kooperation mit den Deutschen nicht führen zu wollen.

Die Schlüsselpartie für die Schweizer wird sicherlich das Aufeinandertreffen mit den ungefähr gleich stark eingestuften Norwegern Jörre Andre Kjemperud/Tarjei Skarlund. Die holländischen Europameister Reinder Nummerdor/Richard Schuil sind in ihrer derzeit beneidenswerten Form zu hohe Hürde. Dennoch zeigte sich Schnider mit dem Schicksal zufrieden: «Es hätte uns schlimmer erwischen können.»

Der Modus erlaubt es den 24 Teams pro Geschlecht, theoretisch auch mit zwei (knappen) Niederlagen in der Vorrunde die K.o.-Phase noch zu erreichen. Neben den jeweils besten zwei Teams pro Gruppe kommen auch die beiden besten Gruppendritten direkt weiter. Die drittklassierten Duos 3 bis 6 spielen ein Playoff um zwei weitere Plätze im Achtelfinal.

(si)

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