Aktualisiert 11.06.2008 17:08

Schwergewichte drücken Schweizer Börse ins Minus

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch im späteren Geschäft im Fahrwasser der schwachen US-Märkte ihre Verluste ausgeweitet. Sie schloss mehr als ein Prozent schwächer.

Der hohe Ölpreis sowie Zins- und Konjunkturängste lösten Futures- bezogene Abgaben aus. Auch die Aktien der Grossbanken, die anfangs noch spekulativ gesucht waren, gaben deutlich nach.

Der Standardwerteindex SMI sackte 1,6 Prozent auf 7167,30 Punkte ab. Der breite SPI verlor 1,47 Prozent auf 6055,63 Zähler.

Schwergewichte unter Druck

Vor allem die Schwergewichte Nestlé, Novartis, ABB und UBS litten darunter, dass der Berufshandel Positionen über Verkäufe von Futures- und anderen Index-bezogenen Produkten absicherte. Dabei fielen die Aktien von ABB und UBS mit Einbussen von über vier Prozent auf.

Die Titel von Novartis und Nestlé sanken 1,5 beziehungsweise 1,8 Prozent. Bei ABB aber auch Syngenta erwähnten Händler zudem Gewinnmitnahmen als Grund für den Kursrückgang. Mit einem Abschlag von 1,6 Prozent hielten sich Syngenta allerdings noch vergleichsweise gut, was Händler vor allem damit erklärten, dass Konkurrent Agrium seine Gewinnprognose angehoben hat.

Die Aktien von UBS und Credit Suisse, die über weite Strecken von spekulativen Käufen Unterstützung erhalten hatten, lagen zuletzt 3,3 beziehungsweise 0,6 Prozent im Minus. Auch Julius Bär sackten 2,3 Prozent ab und die Versicherungstitel traten ebenfalls den Rückzug an.

Geberit im Sog von Uponor

Die Gewinnwarnung des finnischen Sanitärtechnikers Uponor belastete den Schweizer Mitbewerber Geberit, dessen Aktien 1,5 Prozent fielen. Die Uponor-Titel brachen in Stockholm 11,5 Prozent ein.

Zu den raren Gewinnern zählten die Bobst-Aktien mit einem Anstieg von 5,5 Prozent auf 84.75 Franken. Der Maschinenbauer hat seinen Aktienrückkauf mittels Gratis-Putoptionen lanciert. Zehn Puts berechtigen zum Verkauf einer Aktie zu 137 Franken.

(sda)

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