Schwiegermütter müssen nett behandelt werden
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Schwiegermütter müssen nett behandelt werden

Italienische Staatsbürger dürfen nach einem Urteil des höchsten Gerichts ihre Schwiegermütter nicht mit unverhohlener Abneigung behandeln.

Das Kassationsgericht in Rom verhängte gegen einen Geschiedenen 25 Euro Geldstrafe, weil er sich "in offener Ablehnung" in Sichtweite vor das Haus seiner Schwiegermutter gestellt habe, wie die Turiner Zeitung "La Stampa" berichtete.

Mitunter habe der Mann, ein 37-jähriger Lastwagenfahrer aus dem süditalienischen Taranto, sogar provozierend den Namen der Mutter seiner Ex-Frau gerufen.

"Das ist ein völlig neuer Urteilsspruch, der vieles verändert", sagte der Anwalt des Verurteilten der Zeitung.

Dass die Ex-Frau samt einem gemeinsamen Kind, das der Geschiedene gerne sehen wollte, im Haus der Schwiegermutter lebte, habe für das Gericht offensichtlich keine Rolle gespielt.

Zunächst hatten die niederen Instanzen im heimischen Taranto den Mann zu 15 Tage Haft verurteilt. Dies hob das Kassationsgericht auf und verhängte stattdessen die Geldstrafe.

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