19.10.2020 03:01

Wahlkampf in den USASchwiegertochter verteidigt «Sperrt sie ein»-Sprüche

Lara Trump hat in einem Interview mit CNN das Verhalten ihres Schwiegervaters Donald Trump an einer Veranstaltung in Michigan als Spass bezeichnet.

von
Yasmin Rosner

«Er hatte nur Spass»: Lara Trump, die Schwiegertochter von US-Präsident Donald Trump, hat in einem Interview mit CNN das Verhalten ihres Schwiegervaters an einer Veranstaltung in Michigan als Spass bezeichnet. Trump rief seine Anhänger dazu auf, die Gouverneurin von Michigan einzusperren.

CNN

Darum gehts

  • Donald Trump machte an einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan Stimmung gegen die dortige Gouverneurin.

  • Seine Schwiegertochter sagt nun, dass er einfach nur Spass hatte.

  • Die Gouverneurin war zuvor bedroht worden – es kam zu mehreren Festnahmen.

US-Präsident Donald Trump machte am Wochenende bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Michigan Stimmung gegen die dortige Gouverneurin Gretchen Whitmer. «Ihr müsst eure Gouverneurin dazu bringen, euren Staat zu öffnen», rief Trump am Samstag seinen Anhängern in Muskegon zu und spielte damit auf Corona-Eindämmungsmassnahmen an. Daraufhin skandierten seine Anhänger: «Sperrt sie ein!» Trump sagte: «Sperrt sie alle ein.»

Seine Schwiegertochter verteidigte ihn nun in einem Interview mit CNN. «Er hat nichts getan. Ich glaube nicht, dass er andere dazu provoziert hat, die Frau zu bedrohen. Er hatte einfach Spass an seiner Trump-Wahlkampfveranstaltung. Und ganz ehrlich gesagt: Es gibt wichtigere Themen als das.»

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Der Präsident wettert gegen die Gouverneurin von Michigan: Donald Trump spricht zu seinen Anhängern am Flughafen in Muskegon. Michigan. (17. Oktober 2020)

Der Präsident wettert gegen die Gouverneurin von Michigan: Donald Trump spricht zu seinen Anhängern am Flughafen in Muskegon. Michigan. (17. Oktober 2020)

REUTERS
Trump befindet sich im Endspurt seiner Wahlkampfveranstaltungen. 

Trump befindet sich im Endspurt seiner Wahlkampfveranstaltungen.

REUTERS
Am 3. November finden in den USA die Wahlen statt.

Am 3. November finden in den USA die Wahlen statt.

REUTERS

Hintergrund ist die Festnahme von mehreren Verdächtigen, die unter anderem die Entführung von Gouverneurin Whitmer und den Sturm auf das Parlament in Lansing geplant haben sollen.

Nach Trumps Auftritt in Michigan sagte Whitmer, dass dies genau die Rhetorik sei, die ihr Leben und jenes ihrer Familie in Gefahr gebracht hätten.

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53 Kommentare
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Früher oder später

20.10.2020, 10:30

USA momentan täglich 50'000 neue Coronafälle. Trump werden die Spässchen noch vergehen.

derblochersagtauns

20.10.2020, 10:12

Ist das die die so rumgebrüllt hat bei einer Wahlkampfveranstaltung?

Beule

20.10.2020, 06:16

Der sollte sich besser darum kümmern die Probleme zu im Land lösen und nicht mit Steuergeldern der Amerikaner Wahlkampf zu machen. Er bekommt ja auch mehrere hunderttausend Dollar im Monat Gehalt.