NHL-Star: Der Schweizer Kevin Fiala ist zum Superstar gereift

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Schweizer in Nordamerika«Schwierig, einen solchen Spieler zu finden» – Kevin Fiala entzückt die NHL

In der besten Hockey-Liga der Welt ist die Hälfte der Saison absolviert. Die Schweizer Spieler sind unterschiedlich erfolgreich. 

von
Adrian Hunziker
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Name: Kevin Fiala (26)
Team: Los Angeles Kings
Punkte: 47 (16 Tore und 31 Assists) in 46 Spielen. 

Name: Kevin Fiala (26)
Team: Los Angeles Kings
Punkte: 47 (16 Tore und 31 Assists) in 46 Spielen. 

Getty Images via AFP
Name: Roman Josi (32)
Team: Nashville Predators (Captain)
Punkte: 36 (12 T und 24 A) in 44 Spielen. 

Name: Roman Josi (32)
Team: Nashville Predators (Captain)
Punkte: 36 (12 T und 24 A) in 44 Spielen. 

USA TODAY Sports
Name: Nino Niederreiter (30)
Team: Nashville Predators
Punkte: 23 (13 T und 10 A) in 44 Spielen. 

Name: Nino Niederreiter (30)
Team: Nashville Predators
Punkte: 23 (13 T und 10 A) in 44 Spielen. 

USA TODAY Sports

Darum gehts

  • Kevin Fiala oder Timo Meier zeigen eine starke Saison in der NHL. 

  • Auch Roman Josi überzeugt erneut mit seinen Leistungen. 

  • Das grösste Schweizer Sorgenkind ist Denis Malgin. 

Einige Schweizer Hockey-Profis reiten aktuell in der NHL auf einer Erfolgswelle. Ein Teil davon macht mit starken persönlichen Leistungen auf sich aufmerksam, andere feiern Erfolge als Team und stehen klar auf einem Playoff-Platz. Des einen Leid, des anderen Freud: Diejenigen Spieler, die mit ihren Mannschaften die Playoffs wohl verpassen, werden dafür Nati-Trainer Patrick Fischer im Mai an der WM in Riga und Tampere zur Verfügung stellen.

Fiala trägt sein Team

Er war der Königstransfer der Los Angeles Kings: Der Schweizer Kevin Fiala unterschrieb im Sommer einen Millionenvertrag und wechselte von den Minnesota Wild nach Kalifornien. Der Ostschweizer hatte sich in der NHL bereits etabliert, aber die 55 Millionen Franken Lohn in sieben Jahren machten aus ihm einen Superstar. Das erhöhte aber auch den Druck auf den 26-Jährigen – nun musste er zeigen, dass er diese Summe auch wert ist. 

Bisher liefert Fiala ab. Nach etwas mehr als der Hälfte der Spiele in der Regular Season weist er beeindruckende Werte auf: Er ist insgesamt die Nummer 30 in der Skorerliste der gesamten NHL. In 46 Spielen hat er 47 Punkte (16 Tore und 31 Assists) gesammelt. Damit ist er mit Abstand der beste Skorer der Kings. Wenn Fiala so weitermacht, übertrifft er auch seine letzte – und bisher beste Saison – mit 85 Punkten. «Er kann mit allen möglichen Spielern zusammenspielen. Es ist schwierig, einen solchen Spieler zu finden», lobt ihn Trainer Todd McLellan (55).

Josi und Niederreiter gemeinsam

Stark wie immer in den letzten Jahren zeigt sich Roman Josi, der Captain der Nashville Predators. Zwar kann der Berner nicht mehr die schier unglaublichen Zahlen aus der Vorsaison präsentieren – er wurde beinahe zum besten Verteidiger der Liga gewählt – nichtsdestotrotz gehört der 32-Jährige mitunter zu den torgefährlichsten NHL-Verteidigern. Teamintern ist er die Nummer zwei der Skorer, sogar noch besser als Stürmer Nino Niederreiter. Der Bündner zeigt selbst aber eine gute erste Spielzeit bei den Preds. Dennoch wird es für Nashville knapp werden, die Playoffs zu erreichen. 

Wird der starke Meier noch getradet?

Wohl keine Chancen auf die Playoffs haben die San Jose Sharks – zum Leidwesen von Timo Meier. Der Ostschweizer hat ebenfalls einen Lauf, hat mit 46 Punkten den zweitbesten Wert im Team aufzuweisen und liegt nur knapp hinter Fiala zurück. Gut möglich, dass die Sharks, die sich im Umbau befinden, den 26-jährigen Meier für den meistbietenden Club abgeben werden.

Sollte das nicht der Fall sein, wäre Meier zusammen mit Josi und Niederreiter eine gern gesehene Verstärkung für die Nati an der WM. In Riga nicht von Beginn weg mit dabei wären dieses Mal wohl Nico Hischier und Jonas Siegenthaler. Die beiden ritten mit den New Jersey Devils auf einer Erfolgswelle, legten eine Serie von 13 Siegen in Folge hin und sind überraschenderweise auf Playoff-Kurs.

Das Schweizer Sorgenkind 

Einem Schweizer läuft es in der NHL derweil gar nicht: Denis Malgin. Der gebürtige Oltner absolvierte im vergangenen Mai eine überragende WM mit der Nati. Dem damaligen ZSC-Profi bot sich danach ein weiterer Versuch in der NHL. Malgin hatte von 2016 bis 2020 bereits 192 Spiele für die Florida Panthers und die Toronto Maple Leafs absolviert.

Ab letztem Oktober bekam er bei den Leafs eine zweite Chance. Der 26-Jährige konnte mit seinen Leistungen jedoch nicht überzeugen. Mitte Dezember wurde er zum aktuellen Meister Colorado Avalanche getradet, wo er aktuell verletzt fehlt.

Wer ist für dich der beste Schweizer in der NHL?

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