Schwierige Stellensuche mit Namen auf -ic

Aktualisiert

Schwierige Stellensuche mit Namen auf -ic

Der Staat kann nichts dagegen tun, dass Jugendliche mit ausländischen Namen trotz Bestleistungen auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt benachteiligt werden.

Bundesrätin Doris Leuthard musste sich im Ständerat mit einem Appell an die Unternehmen begnügen.

Vor allem leistungsstarke Secondos und Secondas mit Namen auf-ic hätten es schwer bei Bewerbungen, sagte Anita Fetz (SP/BS) in der Begründung einer Interpellation. Viele kleine und mittlere Unternehmen ohne professionelle Personalabteilung sähen grundsätzlich von einer Einstellung ab, weil diese Leute angeblich «Probleme machten».

Volkswirtschafterin Leuthard sah das Problem, wollte aber nicht dramatisieren. Der Bundesrat akzeptiere keine Diskriminierungen, sagte sie. Gefordert seien aber nicht die Behörden, sondern die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Die gestiegene Nachfrage nach gut qualifizierten Arbeitskräften werde hier etwas nachhelfen.

Hinter die Anregung der Interpellantin, die Namen bei Bewerbungen zu anonymisieren, machte Leuthard ein Fragezeichen. In Versuchen habe sich dies nicht bewährt. Zum einen scheuten die Unternehmen den grösseren administrativen Aufwand, zum andern müsse die Anonymisierung am Ende doch aufgehoben werden.

(sda)

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