Schwieriger Auftakt der Kosovo-Verhandlungen
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Schwieriger Auftakt der Kosovo-Verhandlungen

Zum Auftakt der abschliessenden Verhandlungen zwischen Serben und Kosovo-Albanern über den künftigen Status der Provinz hat sich keinerlei Annäherung abgezeichnet.

Der UN-Sondergesandte Martti Ahtisaari sagte am Mittwoch in Wien, die Standpunkte der beiden Seiten hätten sich nicht angenähert. Die Gespräche über seinen Kosovo-Plan sollen nach bisheriger Planung bis zum 10. März beendet werden.

Ahtisaari hat vorgeschlagen, dem Kosovo eine weit reichende Selbstbestimmung unter internationaler Aufsicht zuzugestehen. Dazu gehört das Recht auf eine eigene Flagge, Nationalhymne, Streitmacht, Verfassung und Mitgliedschaft in internationalen Organisationen.

Die serbische Delegation bekräftigte am Mittwoch in Wien, die Souveränität und territoriale Integrität ihres Landes dürfe nicht angetastet werden. Chefunterhändler Slobodan Samardzic sagte vor Beginn der Verhandlungen, seine Delegation werde Alternativvorschläge unterbreiten, die sich deutlich von der Vorlage unterschieden.

Den Vertretern der albanischen Mehrheitsbevölkerung im Kosovo geht der Plan Ahtisaaris dagegen nicht weit genug. «Wir erwarten, dass der Kosovo unabhängig wird», erklärte Delegationsleiter Veton Surroi. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Provinz, die seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltet wird, liegt beim Weltsicherheitsrat. (dapd)

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