Aktualisiert 26.02.2010 08:00

WerbungSchwierigstes Jahr für Affichage

Die Aussenwerberin Affichage ist 2009 tief gefallen. Der Umsatz brach im Zuge der Wirtschaftskrise und damit sinkender Werbetätigkeit ein, insbesondere im Ausland. Hinzu kommen Abschreiber, was zu einem Reinverlust von 59,1 Mio. Fr. führte.

2009 sei eines der schwierigsten Jahre in der Geschichte der Affichage Gruppe, bilanzierte das 1900 gegründete Unternehmen am Freitag. Der Umsatz auf dem Heimmarkt tauchte um 18,3 Prozent auf 250,1 Mio. Franken, im Ausland gingen die Erlöse sogar um 26,5 Prozent auf 89,9 Mio. Fr. zurück.

Das Resultat stark belastet haben zudem Wertberichtigungen auf Übernahmen in Griechenland und Bosnien sowie Abschreibungen auf Kundenforderungen im Ausland. Verluste ergaben sich ebenfalls aus Verkäufen von Aktivitäten in Ungarn und Norditalien. Diese Sonderfaktoren drückten das Nettoergebnis um 21,0 Mio. Franken.

Operativ habe die Gruppe, insbesondere in der Schweiz, aber ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, hiess es. Der Betriebsgewinn vor Abschreibern und Goodwill-Amortisationen (EBITDA) betrug 45,6 Mio. Franken, das sind 45,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die finanzielle Situation der Gruppe bleibe solide dank ihrer starken Eigenkapitalbasis und ausreichender Liquidität. Eine Dividende für 2009 liegt aber dennoch nicht drin, wie das Unternehmen ankündigte. Im Vorjahr hatte Affichage bei einem Reingewinn von 29,6 Mio. Fr. noch 4.40 Fr. pro Aktie ausgeschüttet.

Für 2010 sieht sich Affichage nicht in der Lage, eine konkrete Prognose abzugeben. Das Buchungsverhalten der Kunden sei weiterhin von kürzesten Fristen geprägt und wenig berechenbar.

Die tiefgehenden Restrukturierungsmassnahmen hätten aber den Grundstein dafür gelegt, in die Gewinnzone zurückzukehren. Affichage hatte im November angekündigt, in der Schweiz 20 Vollzeitstellen zu streichen. Insgesamt beschäftigte APG 540 Mitarbeitende.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.