Klete Keller bereut es: Nach Capitol-Sturm droht Schwimm-Olympiasieger lange Haft
Publiziert

Klete Keller bereut esNach Capitol-Sturm droht Schwimm-Olympiasieger lange Haft

Schwimm-Olympiasieger Klete Keller wurde beim Sturm auf das Capitol identifiziert. Weil ihm eine Strafe droht, entschuldigt er sich.

1 / 3
Er sorgt für einen Eklat im US-Sport: Schwimmer Klete Keller (l.).

Er sorgt für einen Eklat im US-Sport: Schwimmer Klete Keller (l.).

Foto: Reuters
Der zweifache Olympiasieger mit der 4x200-Meter-Freistil-Staffel war beim Sturm auf das US-Capitol dabei.

Der zweifache Olympiasieger mit der 4x200-Meter-Freistil-Staffel war beim Sturm auf das US-Capitol dabei.

Foto: Reuters
Er wurde auf Videos identifiziert, auch weil er eine Jacke des Schwimmverbandes trug.

Er wurde auf Videos identifiziert, auch weil er eine Jacke des Schwimmverbandes trug.

Foto: Reuters

Darum gehts

  • Schwimm-Olympiasieger Klete Keller war beim Sturm auf das Capitol dabei.

  • Er wurde mithilfe von Video-Aufnahmen identifiziert.

  • Der 38-Jährige bereut seine Tat mittlerweile.

  • Ihm droht eine lange Haft.

Die USA erlebte am 6. Januar dunkle Stunden. Trump-Anhänger stürmten das Capitol, der scheidende US-Präsident hatte sie aufgehetzt – ihm droht die Absetzung, was eine erneute Kandidatur für das höchste Amt unmöglich machen würde.

Das FBI identifizierte in den Tagen nach dem Ereignis, dessen Bilder um die Welt gingen, auch einen einstigen Sporthelden der USA: Klete Keller. Er wurde 2004 und 2008 jeweils in der Staffel über vier Mal 200 Meter Freistil Schwimm-Olympiasieger, als Teamkollege von Superstar Michael Phelps.

Ihn als Teilnehmer zu identifizieren, gestaltete sich als nicht besonders schwierig. Er trug keine Maske und trug einen Trainingsanzug des Olympiateams.

Eine Viertelstunde geweint

Wie die «New York Times» berichtet, scheint dem Ex-Sportler nach und nach das Ausmass seiner Taten bewusst zu werden. Der 38-Jährige habe seinem ehemaligen Schwimm-Trainer Jon Urbanchek in einem Telefonat mitgeteilt, dass er seine Teilnahme bereue. Er habe dabei eine Viertelstunde lang geweint. Ein zweiter Coach, Mark Schubert, wird zitiert: «Er hat immer wieder gesagt: ‹Du hast so viel für mich gemacht und ich hab dich im Stich gelassen.›»

Dem doppelten Olympiasieger drohen nun ernste Konsequenzen. Für den Sturm auf das Capitol seien bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 250’000 Euro möglich. Keller ist in weiteren Punkten angeklagt, das könnte das Strafmass im Falle eines Schuldspruchs sogar weiter in die Höhe treiben.

(heute.at/hua)

Deine Meinung

72 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Petersson

21.01.2021, 08:10

Bis zu 5 Jahren Haft? Aber der nette Onkel Donnie hatte doch mal via Twitter gesagt "minimum 10 years". Der hat doch nicht etwa gelogen? Das wäre aber auch unverschämt..

euses

21.01.2021, 01:27

ja leider, ist das selbe lied wie die coronaleugner .... werden erst einsichtig wenn es DIE selber trifft (rima)

Klemenz

20.01.2021, 23:28

sind das Deutsche Sortler?