Vierwaldstättersee: Schwimmer riskieren bei Schiffsstegen ihr Leben
Aktualisiert

VierwaldstätterseeSchwimmer riskieren bei Schiffsstegen ihr Leben

Trotz Verbot springen immer
mehr Badende von Schiffsstegen in den Vierwaldstättersee. Kapitäne warnen vor tödlichen Gefahren.

von
Clarissa Rohrbach

«Das Schwimmen ist bei Schiffsstegen im Umkreis von hundert Metern verboten», sagt Benjamin Schacht, Kapitän bei der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees. Trotzdem würden immer mehr Badende das Verbot und die Gefahren ­ignorieren. Für die Kapitäne sei dies eine Horrorsituation, denn vor allem bei schönem Wetter könnten sie die Schwimmer kaum sehen. «Ausserdem hat ein 450 Tonnen schweres Schiff einen Bremsweg von mehreren hundert Metern und kann kaum ausweichen», sagt Schacht. Die Folgen des ­illegalen Badeplausches können schwerwiegend sein. «Der Sog um den Schiffspropeller ist so stark, dass die Schwimmer oft keine Chance haben», sagt Schacht. Es könne dabei zu ganz üblen ­Verletzungen kommen und im schlimmsten Fall tödlich enden.

Die Seepolizei Luzern ist für die aktuelle Badesaison gewappnet. «Vor allem bei brenzligen Stellen wie beim Verkehrshaus, beim Meggenhorn und in Vitznau werden wir strenger kontrollieren», sagt der stellvertretende Chef Bruno Niederberger. Bade­sünder würden verzeigt und gebüsst.

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