Linda Cerruti: Schwimmerin postet Medaillen-Foto und ist «angewidert» über Kommentare

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Linda CerrutiSchwimmerin postet Medaillen-Foto und ist «angewidert» über Kommentare

Nach acht Medaillen bei der Schwimm-EM postete Linda Cerruti ein Medaillen-Foto. Nun ist sie sauer über sexistische Kommentare.

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Dieses Foto sorgte aufgrund der Kommentare zu Empörung.

Dieses Foto sorgte aufgrund der Kommentare zu Empörung.

Instagram
Cerruti ist eine ausgezeichnete Synchronschwimmerin. 

Cerruti ist eine ausgezeichnete Synchronschwimmerin. 

IMAGO/Insidefoto
Acht Medaillen gewann sie bei der EM. 

Acht Medaillen gewann sie bei der EM. 

IMAGO/LaPresse

Darum gehts 

Bei ihrer Heim-EM räumte die Synchron-Schwimmerin Linda Cerruti richtig ab, jubelte über insgesamt acht Medaillen. Nach sechs Mal Silber und zwei Mal Bronze postete sie auf Instagram in akrobatischer Pose ein Medaillen-Foto. Doch die Reaktionen der Fans sorgen bei ihr für Wut und Unverständnis.

Auf Instagram macht sie ihrer Empörung Luft: «Vor zwei Tagen habe ich ein Foto von dem Strand geteilt, an den ich immer gegangen bin, an dem ich meine ersten Träume kultiviert habe und der auch einen starken symbolischen Wert für mich hat. Das Foto zeigt mich in einer für meinen Sport typischen künstlerischen Pose, mit gesenktem Kopf, zusammen mit den acht Medaillen, die ich bei der besten Europameisterschaft meiner Karriere gewonnen habe. Der Beitrag wurde von verschiedenen Zeitungen aufgegriffen.»

«Bin angewidert» 

Weiters schreibt sie: «Heute Morgen schickt mir ein Freund einen dieser Beiträge, die von den Zeitungen auf ihrer Facebook-Seite geteilt werden. Ich öffne ihn und bin buchstäblich fassungslos und angewidert von den Hunderten, wahrscheinlich Tausenden von unangemessenen, sexistischen und vulgären Kommentaren, die ihn begleiten.»

Ein Beispiel der geschmacklosen Kommentare: «Schöne Medaillen, aber der Raum zwischen den Medaillen 4 und 5 ist auch nicht schlecht.» Cerruti meint dazu: «Nach mehr als 20 Jahren Training und Aufopferung finde ich es einfach nur schrecklich und es tut mir wirklich im Herzen weh, diese Horde von Leuten zu lesen, die Witze machen, die meinen Körper sexualisieren. Sind ein Hintern und zwei Beine wirklich das, was übrig bleibt, die Hauptsache, über die man reden muss?»

Sie schreibt weiter: «Das Mindeste, was ich tun kann, und das Einzige, was ich tun kann, ist, die Unangemessenheit dieser Äusserungen anzuprangern, die eine Gesellschaft widerspiegeln, die immer noch zu machohaft ist und sich sehr von der unterscheidet, in der ich morgen meine Kinder zur Welt bringen und grossziehen möchte.»

Aber sie findet für manche Fans auch lobende Worte: «Gleichzeitig möchte ich all jenen danken, die sich von diesen Kommentaren distanzierten, mich 'verteidigten' und das Foto als das würdigten, was es ist: Das Bild einer Kunstschwimmerin, die stolz auf ihre Leistungen ist.» 

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(heute.at/fss)

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