Fitness-Mode: Schwitzen und modisch glänzen
Aktualisiert

Fitness-ModeSchwitzen und modisch glänzen

Beyoncé spannt mit Topshop zusammen und verkauft bald stylishe Fitness-Kleider. Auch beim Schwitzen müssen wir modisch glänzen.

von
Katinka Templeton

Wer an Beyoncé denkt, denkt normalerweise nicht sofort an Sportbekleidung. Und doch scheint das Thema für die Gattin von Jay Z ein Herzensanliegen zu sein. Oder schlicht: ein grossartiges Investment. Die findige Geschäftsfrau gründet zusammen mit dem britischen Textilgrossverteiler Topshop eine Firma für Funktionsbekleidung. Parkwood Topshop Athletic Ltd. heisst die womöglich neue Gelddruckmaschine von Queen Bee. 2015 soll die erste Kollektion für einen fröhlichen Goldregen im Hause Knowles sorgen.

Was Beyoncé anfasst, wird normalerweise zu harten Dollars. Mit ihrem Engagement im Trendbereich springt die 33-Jährige jetzt auf einen fahrenden Schnellzug auf. Laut dem Modemagazin «WWD» gilt der Fitnessmarkt zurzeit als heissestes Eisen der Modebranche. Neuerdings glänzt der Sportler nicht mehr nur im Angesicht seines Schweisses. Er oder sie sieht nicht mehr nur überhitzt, sondern schlicht auch heiss aus beim Training. Schreiben Sie sich das hinter die Ohren – schick aussehen ist jetzt auch beim Gewichteheben von Bedeutung.

Richtiges Training ist wichtiger

Eine Entwicklung, der sich auch die Schweizer Trainingsmannschaft nicht entziehen kann. «Man merkt schon, dass sich viele Frauen, aber auch Männer, heutzutage mehr Mühe mit der Outfitwahl geben als auch schon», so Jonas Caflisch. Der Chef der Indigo-Fitnessstudios in Luzern, Zürich und Basel entdeckt vermehrt modische Looks in seinen Sporträumen: «Die Zeiten der alten Trainerhose und des weiten T-Shirts sind vorbei.» Das Schlabberzeug gehört beim Sportler von Welt in die Tonne. Denn der trainiert laut Caflisch heutzutage gerne à la mode in Top und heisse Hotpants gewandet. Narzissmus heisst das Konzept dahinter, auch wenn das in Fitnesskreisen jetzt nicht unbedingt der letzte Schrei ist. Der Experte erklärt: «Man investiert Zeit und Geld und Kraft in einen schönen Körper und mit schöner Fitness-Bekleidung wollen manche diese Investition unterstreichen», weiss Caflisch.

Wir wollen mal nicht so sein: Atmungsaktive Stoffe sind durchaus sinnvoll. Und eng anliegende Outfits haben durchaus ihre Vorteile im Training. Doch laut Caflisch könnte die Mehrheit der Hobbysportler getrost auf teure Funktionskleidung verzichten. Denn: Laufstege gibt es in Paris, New York, Mailand oder London. Im Fitnessstudio zählen laut Caflisch noch andere Werte: «Wichtig ist, dass man richtig trainiert und auf seinen Körper achtet anstatt aufs passende Outfit.» Und Beyoncé kommt sowieso nicht vorbei, um dieses zu kontrollieren.

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