Aktualisiert 12.01.2013 18:06

ReitenSchwizer löste Schweizer Knoten

Der Bann ist gebrochen. Im Grossen Basler Jagdspringen gelangten die einheimischen Springreiter zum ersten, langersehnten Sieg am 4. CSI Basel.

Der Bann ist gebrochen. Im Grossen Basler Jagdspringen gelangten die einheimischen Springreiter zum ersten, langersehnten Sieg am 4. CSI Basel. Diesen ermöglichte Pius Schwizer, der mit seinem Belgier Ulysse nur so durch die St. Jakobshalle flitzte.

Schwizer löste den Schweizer Knoten, der bislang Podiumsplätze der einheimischen Reiter im Weltklassefeld verhindert hatte. In seinem Sog rasten auch die ebenfalls makellos durch den Jagdkurs brausenden Beat Mändli auf Una Traviatta (3.), Paul Estermann auf Naiade d'Auvers (4.) und Werner Muff auf Zwinulana (5.) auf vordere Plätzen. Die schnellste Zeit im Parcours von Rolf Lüdi liess sich allerdings die Britin Laura Renwick stoppen. Doch ihre Stute Beluga verschätzte sich einmal, was einen Zeitzuschlag von vier Sekunden ergab.

«Endlich hat es einmal in Basel geklappt. Ulysse ist wieder gut drauf. Zweimal hatten wir bisher in Basel Pech, jetzt konnten wir schon den dritten Sieg in einem Monat einfahren», sagte der Weltranglisten-Siebte. Der mittlerweile 16-jährige Belgier Ulysse, der schon Speed-Prüfungen an Europameisterschaften und Weltcupfinals gewonnen hat, kehrte im November nach einer siebenmonatigen Verletzungs- und Ruhepause in den Turniersport zurück. Der Wallach von Besitzer François Leiser laborierte an einer leichten Zerrung, die nun wieder ganz ausgeheilt ist. Und vielleicht erhält der Oensinger ja auch bald seine Olympiastute Carlina zurück, die in diesen Tagen in Drachen (Ho) bei einem Dreistern-Turnier mit Trevor Coyle nach fast fünfmonatiger Pause debütierte und mit zehn Punkten das Ziel erreichte. Schwizer: «Carlina braucht einen Spitzenreiter, der im Saft ist. Ich würde die Stute gerne wieder reiten.»

Dreiländer-Team überragte

Personen- und Pferdeverständigung über drei Landesgrenzen demonstrierte die Siegerequipe im Team-Springen mit je zwei Profis und Amateuren. Die Profis, die Einheimische Janika Sprunger mit ihrem Spitzencrack Palloubet d'Halong und ihr spanischer Freund Manuel Añon blieben ohne Fehler. Zuvor blieben aber auch die Amateure makellos. Sowohl die vom ehemaligen Schweizer Spitzenreiter Bruno Candrian trainierte Österreicherin Laura Sutterlüty und Daniela Wüthrich, die Bereiterin und administrativen Leiterin von Sprungers Reitbetrieb Galms, überzeugten und steuerten ihren Beitrag zur Siegesprämie von 12'000 Franken. Es harmonierte sowohl zwischen Reitern und Pferden als auch mit der sprachlichen Konversation. (si)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.