«Don't ask, don't tell»: Schwule in US-Armee offiziell willkommen
Aktualisiert

«Don't ask, don't tell»Schwule in US-Armee offiziell willkommen

Schwule müssen ihre sexuelle Orientierung bei den Streitkräften künftig nicht mehr verheimlichen. US-Präsident Barack Obama hat das Gesetz aufgehoben, wonach offen homosexuelle Soldaten nicht zur Armee dürfen.

Freudentag für Homosexuelle: «Don't ask, don't tell» endgültig am Ende.

Freudentag für Homosexuelle: «Don't ask, don't tell» endgültig am Ende.

Der Senat hatte bereits im Dezember vorigen Jahres nach monatelangem heftigen Ringen beschlossen, die seit 1993 geltende Regelung, wonach offen homosexuelle Soldaten nicht zur US-Armee dürfen, abzuschaffen. Präsident Obama hatte von einem «historischen Schritt» gesprochen und kurz vor Weihnachten das entsprechende neue Gesetz unterzeichnet.

Zunächst war es aber bei der alten Verfahrensweise geblieben, um die nötigen Vorbereitungen für eine Integration der Schwulen und Lesben zu treffen. Dazu gehört etwa die Frage der Wohnquartiere.

Nach dem grünen Licht des Präsident vom Freitag wird es wegen bestimmter Fristen nun noch 60 Tage dauern, bis die in den USA unter dem Namen «Don't ask don't tell» (Frage nicht, sage nichts) bekannte Regelung endgültig Vergangenheit ist. Am Stichtag, dem 20. September, «werden Soldaten nicht mehr gezwungen, zu verheimlichen, wer sie sind, um unserem Land zu dienen», teilte Obama mit.

Soldaten entlassen

Rund 14 000 schwule Soldaten wurden in den vergangenen 17 Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen. Tausende andere konnten nur bleiben, weil sie schwiegen oder logen.

Die Abschaffung des Gesetzes war ein grosser Sieg für Obama: Dass schwule Soldaten ihre sexuelle Orientierung künftig nicht mehr verheimlichen müssen, war eines seiner wichtigsten Wahlkampfversprechen. (sda)

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