Absurdes aus Kalifornien: Schwulenhasser will eine Lizenz zum Töten
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Absurdes aus KalifornienSchwulenhasser will eine Lizenz zum Töten

Ein strenggläubiger kalifornischer Christ fordert drastische Massnahmen im Kampf gegen Homosexuelle. Dazu hat er jetzt eine Initiative lanciert.

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Ein Anblick, den Homophobiker wie Matthew McLaughlin kaum ertragen: Zwei küssende Männer. Der kalifornische Anwalt will daher im März 2015 mit einer Initiative drakonische Strafen gegen Schwule einführen.

Ein Anblick, den Homophobiker wie Matthew McLaughlin kaum ertragen: Zwei küssende Männer. Der kalifornische Anwalt will daher im März 2015 mit einer Initiative drakonische Strafen gegen Schwule einführen.

AFP/Karen Bleier
Er fordert unter anderem, dass die Ermordung von Homosexuellen «durch einen Schuss in den Kopf» legalisiert wird.

Er fordert unter anderem, dass die Ermordung von Homosexuellen «durch einen Schuss in den Kopf» legalisiert wird.

AFP/Stan Honda
Sein sogenanntes «Gesetz zur Abschaffung der Sodomie» darf von der Generalstaatsanwaltschaft nicht angefochten werden. Mit anderen Worten: McLaughlin darf nun für seine Initiative Unterschriften sammeln.

Sein sogenanntes «Gesetz zur Abschaffung der Sodomie» darf von der Generalstaatsanwaltschaft nicht angefochten werden. Mit anderen Worten: McLaughlin darf nun für seine Initiative Unterschriften sammeln.

Keystone/AP/Marcio Jose Sanchez

Das ist wohl eine der absurdesten Gesetzesvorlagen der Welt: In Kalifornien hat ein Anwalt, Matthew McLaughlin, eine Initiative lanciert, um die Ermordung von Homosexuellen «durch einen Schuss in den Kopf» zu legalisieren. Das Schlimmste daran: Sein sogenanntes «Gesetz zur Abschaffung der Sodomie» darf von der Generalstaatsanwaltschaft nicht angefochten werden. Mit anderen Worten: McLaughlin darf nun für seine Initiative Unterschriften sammeln.

Wie das Nachrichtenportal «Inquisitr» berichtet, ist eine Eigenheit des kalifornischen Gesetzes dafür verantwortlich. Jeder, der eine Initiative lanciert und die geforderte 200-Dollar-Gebühr bezahlt, kommt mit seinem Projekt – egal wie unsinnig oder verfassungswidrig es auch ist – in die nächste Phase, das heisst, zur Unterschriftensammlung beim Volk.

Kriegt er 366'000 Unterschriften zusammen?

McLaughlins Initiative ist tatsächlich an Unsinnigkeit kaum zu übertreffen: Der strenggläubige Christ will Strafen für Menschen durchsetzen, die sich eines «homosexuellen Lebensstils» schuldig gemacht haben. Neben der Erlaubnis, Schwule zu ermorden, fordert McLaughlin ein Verbot für Homosexuelle, «sodomitische Propaganda zu betreiben» – vor allem nicht in Anwesenheit von Minderjährigen. Ausserdem will er Homosexuellen verbieten, öffentliche Ämter zu besetzen.

Die Initiative darf für die nächsten 90 Tage auf kalifornischen Strassen Unterschriften sammeln. Laut der britischen Zeitung «The Independent» wird es Matthew McLaughlin allerdings kaum schaffen, die nötigen 366'000 Unterschriften zusammenzukriegen.

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