Aktualisiert 12.02.2020 21:46

ZürichSchwules Paar nach Gay Pride verprügelt

Am Abend nach der Gay-Pride in Zürich wurde ein schwules Paar in Zürich angegriffen und verletzt. Die Polizei sucht nach Zeugen.

von
dk/wed
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55'000 Personen marschierten an der Zürich-Pride.

55'000 Personen marschierten an der Zürich-Pride.

Keystone/Melanie Duchene
Überall waren die bunten Farben zu sehen.

Überall waren die bunten Farben zu sehen.

Keystone/Melanie Duchene
31'000 Personen marschierten im Demonstrationszug.

31'000 Personen marschierten im Demonstrationszug.

Keystone/Melanie Duchene

Ausgelassen feierten am Samstag Zehntausende in Zürich an der Gay Pride. Unter den Feiernden waren Micha Finkelstein (29) und sein Mann. Auf dem Heimweg wurden die beiden jedoch kurz vor Mitternacht angegriffen, wie Finkelstein auf seiner Facebook-Page schreibt. «Ich, mein Mann und eine Freundin wurden von 3 Jugendlichen attackiert.»

Angegriffen wurden sie, weil sie schwul sind, ist Finkelstein überzeugt. «Sie kamen von hinten, riefen ‹Schwuchteln! Seid ihr schwul??!› Und dann haben sie zugeschlagen.» Wie so etwas in der Stadt Zürich passieren könne, sei für ihn unverständlich. «Ich fürchtete um mein Leben», sagt Finkelstein. Nach dem Angriff rief das Paar die Polizei. «Jetzt geht es darum, die Täter zu finden. Grosse Hoffnungen haben wir aber nicht.»

Täter sind noch flüchtig

Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen zu dem Vorfall, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt: Am Samstagabend, gegen 23.45 Uhr sei es an der Weststrasse, Höhe Verzweigung Marienstrasse zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Die Täter seien flüchtig.

Eine Anzeige ist laut Sprecherin Brigitte Vogt am Sonntagvormittag aber noch nicht eingegangen. Finkelstein will das jetzt aber nachholen, sagt er zu 20 Minuten.

LGBT-Stand angegriffen

Erst gerade kürzlich wurde am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie ein Infostand von LGBT-Organisationen am Lochergut in Zürich angegriffen und zerstört (20 Minuten berichtete).

Unbekannte rissen Regenbogenfahnen herunter und beschädigten Protest-Schilder, ehe sie sich unerkannt davon machten. Ob zwischen den beiden Angriffen ein Zusammenhang besteht, ist jedoch noch unklar.

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