Schwullesbische Liebesdemo in New York
Aktualisiert

Schwullesbische Liebesdemo in New York

Mit einem bunten Umzug haben am Sonntag tausende Schwule und Lesben in New York für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung demonstriert.

Motto der diesjährigen Paraden war «The Fight for Love and Life» ("Der Kampf für Liebe und Leben"). Damit wollten die Organisatoren auch daran erinnern, dass vor 25 Jahren Aids erstmals ins öffentliche Bewusstsein trat: Aids wurde am 1. Dezember 1981 als eigenständige Krankheit erkannt.

Aufforderung zu HIV-Tests

«Aids hat fast 90 000 New Yorker das Leben gekostet», sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Er rief in Erinnerung, dass «Angst, Unkenntnis und Nachlässigkeit» die Ausbreitung der Krankheit lange Zeit begünstigt hätten. In seinen wöchentlichen Radioansprachen fordert Bloomberg die Hörer auf, sich HIV-Tests zu unterziehen.

Mit einer Schweigeminute erinnerten die Teilnehmer der Parade an die Menschen, die bislang an Aids gestorben sind.

In der jüngsten Vergangenheit mussten Homosexuelle in den USA Rückschläge in ihrem Kampf gegen Diskriminierung hinnehmen. So setzte sich Präsident George W. Bush für ein Verfassungsverbot der Homo-Ehe ein.

Der Senat in Washington stimmte Anfang Juni mit 49 gegen 48 Stimmen für ein solches Verbot; für eine Verfassungsänderung sind jedoch die Stimmen von zwei Dritteln der insgesamt 100 Senatoren erforderlich.

In der vergangenen Woche wurde zudem bekannt, dass Homosexualität bei den US-Streitkräften weiterhin offiziell als «Geistesstörung» eingestuft wird. Dies geht aus einem Dokument des Pentagon von 1996 hervor, das erst vor drei Jahren in seiner Gültigkeit bestätigt wurde.

(sda)

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