Schwyz soll härter gegen Gewalt in der Ehe vorgehen

Aktualisiert

Schwyz soll härter gegen Gewalt in der Ehe vorgehen

Vier Schwyzer Kantonsräte fordern griffigere Grundlagen, um häusliche Gewalt besser zu bekämpfen. Unterstützt werden sie dabei von Amnesty International.

Kommt es im Kanton Schwyz zu Taten häuslicher Gewalt, kann der Täter für

48 Stunden in Polizeihaft genommen werden. Eine Wegweisung aus der ehelichen Wohnung über mehrere Tage ist aber nicht möglich. Dies soll sich nun ändern: In einem Postulat verlangen vier Kantonsräte, das geltende Gesetz zu ändern und häusliche Gewalt aktiver zu bekämpfen.

«Es fehlt einfach auch ein Angebot für die betroffenen Personen», sagt Mitunterzeichnerin Romy Lalli-Beeler. Darum soll unter anderem ein Frauenhaus und ein Beratungsnetz für Opfer und Täter zur Verfügung gestellt werden. Amnesty International bläst ins gleiche Horn und hat gestern der Schwyzer Regierung zeitgleich eine Petition mit 330 Unterschriften zugestellt.

Landammann Alois Christen beruhigt: «Wir haben das Problem im Griff, die Forderungen werden wir aber überprüfen.» Dass der Kanton kein eigenes Frauenhaus betreibt, ist für Armin Hüppin, Vorsteher des Departementes des Innern, kein Problem: «Kanton und Gemeinden haben genügend Notwohnungen.» Man hänge dies aber nicht an die grosse Glocke, um die Benützer zu schützen.

Daniela Gigor

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