Aktualisiert 26.10.2011 10:43

Wegen Tom-Cruise-Parodie

Scientology bespitzelt «South Park»

Den Machern der Comic-Serie ist nichts heilig, vor allem nicht Religionen. Als bevorzugtes Opfer will Scientology nicht länger zuschauen - und greift dafür zu illegalen Methoden.

von
lah

Dass die Gagschreiber von «South Park» vor nichts und niemandem Halt machen, wissen wir seit Beginn der Zeichentrickserie 1997. Besonders einfache und beliebte Opfer sind dabei jegliche Religionsgemeinschaften, darunter auch Scientology. Die Sekte scheint sich vor dem Einfluss von Kyle, Stan & Co. derart zu fürchten, dass sie Notwendigkeit zum Handeln sah, wie «The Independent» enthüllte.

Die Macher in Verruf bringen

So soll die PR-Abteilung von Scientology seit 2006 die «South Park»-Macher Matt Stone und Trey Parker ausspioniert haben. Dies brachte der Blog von Scientology-Aussteiger Marty Rathburn ans Tageslicht. In einem kürzlich veröffentlichten Memo hiess es unter anderem: «Um einen direkten Zugang zu Stone und Parker zu finden, wurden einige Freunde von ihnen ausgemacht.» Dabei sollen Möglichkeiten gesucht worden sein, die beiden Macher in Verruf zu bringen oder zu überzeugen, künftig von Scientology-Witzen Abstand zu nehmen.

Travolta und Cruise schwul?

Die Religionsgemeinschaft soll mit der Spionage begonnen haben, als die kontroverse Folge «Trapped in the Closet» (deutsch: Schrankgeflüster) ausgestrahlt wurde. Darin machen sich die «South Park»-Macher über die bekennenden Scientologen Tom Cruise und John Travolta lustig, deren Cartoon-Figuren sich in einem Schrank verstecken.

Cruise und Travolta wird so unterstellt, schwul zu sein, da die amerikanische Redewendung «to come out of the closet» für das Coming-out eines Homosexuellen steht. Ausserdem beschliessen in der Episode die Kirchen-Ältesten, «South Park»-Carakter Stan solle als Scientology-Gründer L. Ron Hubbard wiedergeboren werden.

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