Aktualisiert 13.01.2014 17:53

Fall MaddieScotland Yard hat drei Einbrecher im Visier

Die britische Polizei will in Portugal Mitglieder einer Einbrecherbande befragen. Neusten Ermittlungen zufolge hatten diese Männer in der Nacht von Maddies Verschwinden auffällig oft miteinander telefoniert.

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Drei Jahre nach Beginn der neuen Ermittlungen durch Scotland Yard kommt erneut Bewegung in den Fall Madeleine McCann: Die britische Polizei will noch am Montag nach Portugal fliegen, um drei Einbrecher in Gewahrsam nehmen zu lassen. Diese hatten in den Tagen vor Maddies Verschwinden in der Ferienanlage in der Algarve ihr Unwesen getrieben. Die Männer waren ins Visier der Ermittlungen geraten, weil sie in der Nacht vom 3. Mai 2007, kurz nachdem das dreijährige Mädchen aus seinem Zimmer verschwunden war, verdächtig oft miteinander telefoniert hatten. Die Hauptverdächtigen wurden vor etwa zwei Wochen anhand der Telefondatenanalyse identifiziert.

Die britischen Ermittler wollen die drei Männer zu Maddies Fall und zu einem weiteren Einbruch befragen, den die Bande vier Tage vor Maddies Verschwinden in der Ferienanlage Ocean Club in Praia da Luz verübt haben soll. Wie «Daily Mail» berichtet, sollen die Männer dabei auch ein Kind in dessen Hotelzimmer gestört haben. Als sie von den Eltern erwischt wurden, seien sie geflüchtet. Die portugiesische Polizei habe diese Spur jedoch nie weiterverfolgt. Dieses Versäumnis bezeichnete nun ein Sprecher von Scotland Yard als «Schande».

Suche nach Maddie geht weiter

Eine «signifikante Entwicklung»

Die neue Theorie der britischen Polizei ist, dass die Bande auch in das Zimmer der McCanns einbrach. Maddie sei vom Lärm geweckt worden. In Panik könnten die Räuber das Kind entführt haben. Der Sprecher der Familie McCann meinte gegenüber «The Guardian»: «Die Polizei möchte die Verdächtigen befragen. Das bedeutet aber nicht, dass sie auch mit Maddies Verschwinden zu tun haben. Es geht jetzt darum zu erfahren, ob sie weiter im Zentrum der Ermittlungen stehen werden.» Maddies Eltern, Kate und Gerry McCann, sprachen von einer «signifikanten Entwicklung», doch «allzu grosse Hoffnungen» wollten sie sich nicht machen.

Die neuen Erkenntnisse von Scotland Yard

Scotland Yard hat die portugiesischen Behörden bereits um Unterstützung angefragt. Da die Einbrecher keine britischen Staatsbürger sind, dürfen die englischen Ermittler keine Einvernahmen oder Verhaftungen vornehmen.

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