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Wegen HitlergrussSD werfen Jungpolitiker aus der Partei

Der Berner Jungpolitiker Jonas Schneeberger von den Schweizer Demokraten posierte vor Jahren im Konzentrationslager Buchenwald mit dem Hitlergruss. Nun fliegt er deswegen aus der Partei.

von
Simona Marty
Jonas Schneeberger (links) auf dem abstossenden Foto aus der KZ-Gedenkstätte Buchenwald. (Bild: «SonntagsZeitung»)

Jonas Schneeberger (links) auf dem abstossenden Foto aus der KZ-Gedenkstätte Buchenwald. (Bild: «SonntagsZeitung»)

Eigentlich wollte Jonas Schneeberger am 23. Oktober für die Schweizer Demokraten in den Nationalrat einziehen. Jetzt muss er umdisponieren. Nachdem ein Foto aufgetaucht ist, das Schneeberger mit dem Hitlergruss vor einem Foto mit einem Leichenberg in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald zeigt, ziehen die Schweizer Demokraten (SD) die Konsequenzen. «Wir distanzieren uns von jeglichem rassistischen Gedankengut. Herr Schneeberger wird sofort aus der Partei ausgeschlossen», sagt SD-Parteipräsident Rudolf Keller.

Der 28-jährige Schneeberger bewegte sich schon längere Zeit in der rechtsextremen Szene. Er soll an gewalttätigen Angriffen auf Ausländer beteiligt gewesen sein und sich in Blogs als Rechtsextremer geoutet haben.

SIG zeigt sich zufrieden

«Das Verhalten ist inakzeptabel, auch wenn es einige Jahre zurückliegt. Wir begrüssen deshalb sehr, dass die Partei so schnell gehandelt hat», zeigt sich Jonathan Kreutner vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) zufrieden.

Schneeberger selbst bereut seine Tat und sprach gegenüber der «SonntagsZeitung» von einer «Jugendsünde». Neben dem Parteiausschluss droht ihm in Deutschland gar eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren. Die deutschen Behörden werden die nötigen Schritte einleiten.

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