Seat Mii Electric: So fährt der Seat-Stromer für unter 20'000 Franken
Aktualisiert

Seat Mii ElectricSo fährt der Seat-Stromer für unter 20'000 Franken

Die spanische VW-Konzerntochter fängt bei der Elektrifizierung klein an – auch beim Preis: Den Mini-Fünftürer Mii gibt's bereits ab 19'850 Franken.

von
Peter Hegetschweiler
Endlich wird die E-Mobilität günstiger: Der Volkswagen-Konzern lanciert im Klein(st)wagen-Segment gleich drei Stromer – neben dem ...

Endlich wird die E-Mobilität günstiger: Der Volkswagen-Konzern lanciert im Klein(st)wagen-Segment gleich drei Stromer – neben dem ...

Seat
...dem Seat Mii-electric, den Skoda Citigo e-iV und den VW e-up.

...dem Seat Mii-electric, den Skoda Citigo e-iV und den VW e-up.

Seat
Das Trio, das bereits mit seinen spritsparenden 1,0 Liter Benzinmotoren in den vergangenen acht Jahren gute Verkaufszahlen generiert hat, soll mit seinen Elektro-Versionen dank Preisen um die 20'000-Franken noch bessere Chancen haben.

Das Trio, das bereits mit seinen spritsparenden 1,0 Liter Benzinmotoren in den vergangenen acht Jahren gute Verkaufszahlen generiert hat, soll mit seinen Elektro-Versionen dank Preisen um die 20'000-Franken noch bessere Chancen haben.

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Erstaunlich eigentlich. Da wird so viel über Elektroautos und ihre Erschwinglichkeit geredet, doch im grellen Rampenlicht stehen nach wie vor die prestigeträchtigen und entsprechend teuren Modelle. So wie das Model S von Tesla, mit dem Elon Musk 2012 den Tarif vorgab. Und damit weltweit alle grossen Hersteller auf den Plan rief.

Nun hat auch Porsche mit dem Taycan einen Stromer auf der Strasse, bei Audi gibt's den e-tron gleich im Doppelpack, Mercedes stellt den EQC ins Schaufenster. Und vor wenigen Tagen erst hat Ford bei der Los Angeles Motorshow seinen elektrifizierten Mustang, den Mach-E, als Weltneuheit auffahren lassen. Was diese Art von Zero Emission kostet, liegt auf der Hand. Positiv zu werten ist sie dennoch.

Zero-Emission wird erschwinglich

Doch jetzt gibt es auch am unteren Ende der (Preis)-Skala Bewegung. Es surren mehr und mehr E-Autos auf den Markt, die auch erschwinglich sind. Angeführt vom stromenden Volkswagen, dem ID.3, finden sich in der Kompaktklasse E-Autos zwischen 30'000 und 40'000 Franken wie der Hyundai Kona, der Kia e-Niro, der DS3 Crossback E-Tense, der Oper Corsa-e, der Peugeot e-208 oder auch der Min Cooper SE, um nur einige wenige in ihrer neusten Entwicklung zu nennen.

«Die Elektrifizierung schreitet rapide voran. In den ersten acht Monaten dieses Jahres ist der weltweite Markt für Elektrofahrzeuge um 75 Prozent gewachsen», sagte der Vorstandsvorsitzende Luca de Meo. «Wir sind bereit, diese steigende Nachfrage zu bedienen – und zwar zu einem für quasi jedermann erschwinglichen Preis.»

Tatsächlich wird die E-Mobilität mit Beginn des neuen Jahres sogar noch günstiger. Der Volkswagen-Konzern lanciert im Klein(st)wagen-Segment gleich drei Stromer: Neben dem VW e-up den Citigo e-iV von Skoda und den Mii-electric von Seat. Das illustere Trio, das bereits mit seinen spritsparenden 1,0 Liter Benzinmotoren in den vergangenen acht Jahren gute Verkaufszahlen generiert hat, sollte mit seinen Elektro-Versionen dank Preisen um die 20'000-Franken noch bessere Chancen haben. Hofft man jedenfalls in Wolfsburg.

Mit dem Mini-Mii flott durch Madrid

Und das tut man natürlich auch in Martorel bei Seat. Misst man die Chancen nach ersten Fahreindrücken mit dem Mii-electric, mit dem die Spanier ihren Einstieg in die E-Mobilität markieren, dann stehen sie gut. Sehr gut sogar. Es hat jedenfalls Spass gemacht, sich in der Millionenstadt Madrid mit dem dreieinhalb Meter kurzen Mini-Mii ins Verkehrsgewühl zu stürzen um mit seiner ansatzlosen Beschleunigung von 0 auf 50 km/h in 3,9 Sekunden problemlos in jede Lücke zu schlüpfen, die sich einem auf den mehrspurigen Boulevards immer wieder eröffnet. Und das alles ohne lokale CO2-Emissionen.

Seat macht jetzt Stromern erschwinglich

Die spanische VW-Konzerntochter fängt bei der Elektrifizierung klein an – auch beim Preis: Den Mini-Fünftürer Mii gibt’s bereits ab 19’850 Franken.

Wie der e-up aus Wolfsburg und der Citigo-e iV aus Mlada Boleslav, die absolut identisch motorisiert sind, schöpft der kleine Spanier dabei seine Leistung von 83 PS aus einem 61 kW starken E-Motor, der an 1-Gang-Getriebe gekoppelt ist. Ausschliesslich im urbanen Bereich gefahren, wo er auch hingehört, soll laut Seat eine Reichweite von bis zu 360 Kilometern möglich sein. Im Mixbetrieb gelten als WLTP-Norm 259 Kilometer. Zu 80 Prozent wieder aufgeladen ist der Mii, der dank drei frei wählbaren Fahrprofilen auch gut rekuperiert, in einer Stunde. Behauptet jedenfalls Seat.

Den Spanier gibt's zum besten Preis

Die Reichweite, die gerade bei den Grossen, Luxuriösen und Schnellen ein zentrales Thema ist und wohl auch bleibt, spielt bei den City-Cars logischerweise eine untergeordnete Rolle. Eher vernachlässigbar ist aber wohl auch, dass sich der Komfort in engen Grenzen hält. Was zählt, ist der Preis. Und da schneidet der Mii von Seat mit 19'850 Franken sogar noch eine Spur besser ab als der Citygo von Skoda, der mit 19'990 Franken die «magische» Grenze von 20'000 Franken aber ebenfalls unterbietet. Der e-up von VW hingegen dürfte als Trendsetter, der er schon in seiner ersten, allerdings schwächeren E-Version war, rund 1'000 Franken mehr kosten.

Seat Mii Electric

Modell: Fünftüriger Kleinwagen mit Elektroantrieb

Masse: Länge 3557 mm, Breite 1645 mm, Höhe 1478 mm, Radstand 2450 mm

Kofferraum: 251 bis 923 Liter

Antrieb: Elektromotor mit 61 kWh (83 PS)

Reichweite nach WLTP-Norm: 259 Kilometer (City bis 360 Kilometer)

Fahrleistungen: 0 bis 50 km/h in 3,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 130 km/h

Markteinführung: Februar 2020

Preis: ab 19'850 Franken

Infos:www.seat.ch

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