Aktualisiert 03.12.2006 18:03

Seat setzt auf Racing und Shakira

Als stärkster Seat aller Zeiten soll der neue Cupra der Baureihe Leon deutlich mehr Dampf machen.

240 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 247 km/h: Mit diesen Werten will die spanische VW-Tochter Seat in der Kompaktklasse auf die Überholspur wechseln. Unabhängig davon, ob es in der heutigen Zeit in der Kompaktklasse solche «Renngeräte» braucht, haben die Seat-Techniker erstklassige Arbeit geleistet:

- Der bekannte 2.0-TFSI-Motor aus dem VW-Konzernregal macht in keinem Auto so viel Spass wie im Cupra (Abkürzung für Cup-Racing). Der Motor überzeugt nicht nur mit seiner schieren Kraft, sondern auch mit Drehfreudigkeit und Laufruhe. Den Spurt von 0 auf 100 schafft der Cupra in 6,4 Sekunden!

- 240 PS – noch vor ein paar Jahren für Fronttriebler fast unvorstellbar. Seat schafft es, die üppige Kraft jederzeit und ohne Verlust über die Vorderräder auf die Strasse zu bringen. Und das ohne das für Fronttriebler so typische Zerren am Lenkrad.

- Trotz dem sehr sportlich ausgelegten Fahrwerk müssen Cupra-Fahrer nicht auf zeitgemässen Komfort verzichten. Ab und zu poltern Schlaglöcher und Querfugen durch, aber meistens herrscht angenehme Souveränität.

- Ebenso souverän schafften die Designer die Kurve: So wirkt der Cupra trotz bulliger Frontschürze und üppigen Sportfelgen nicht billig. Dafür herrscht im Cockpit Tristesse – ein paar rote Nähte an Sportsitzen und Lederlenkrad sind zu wenig.

Apropos wenig: Der Cupra rollt ab Februar zum «Kampfpreis» von 38 900 Franken an und ist damit klar günstiger als die direkte Konkurrenz von Opel, VW und Renault.

Zusätzliche Unterstützung bekommt Seat ab Januar von der kolumbianischen Pop-Queen Shakira, die Seat als Hauptsponsor für ihre Europa-Tour 2007 wählte.

Dieter Liechti (Textlab)

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