Aktualisiert 12.05.2020 05:34

Erdbeben in der Formel 1

Sebastian Vettel muss Ferrari am Saisonende verlassen

Nach diversen Medienberichten hat es die Scuderia nun bestätigt: Der viermalige Weltmeister und das Formel-1-Team gehen getrennte Wege.

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Vettel muss sich einen neuen Arbeitgeber suchen.

Vettel muss sich einen neuen Arbeitgeber suchen.

Foto: Fabian Sommer/Keystone
Der Deutsche wird Ferrari am Jahresende verlassen.

Der Deutsche wird Ferrari am Jahresende verlassen.

Foto: Diego Azubel/Keystone
Der vierfache Weltmeister war zuletzt nicht mehr in absoluter Topform und beendete die WM 2019 auf dem fünften Rang.

Der vierfache Weltmeister war zuletzt nicht mehr in absoluter Topform und beendete die WM 2019 auf dem fünften Rang.

Foto: Rudy Carezzevoli/Getty Images

Das Aus von Sebastian Vettel bei Ferrari steht fest: Der Deutsche muss das Formel-1-Team am Jahresende verlassen. Das bestätigte die Scuderia nach diversen Medienberichten am Dienstagmorgen. Demnach wird der 32-Jährige seinen Vertrag nicht verlängern und die Italiener nach sechs Jahren verlassen.

Beide Seiten konnten sich nicht auf einen neuen Kontrakt einigen. Bislang jagte Vettel vergeblich seinem Traum hinterher, genau wie Vorbild Michael Schumacher mit Ferrari Weltmeister zu werden. In der Vorsaison belegte er den enttäuschenden fünften Platz in der WM und musste sich erneut den übermächtigen Mercedes geschlagen geben.

Binotto wollte ihn behalten

Auch sein aufstrebender Stallrivale Charles Leclerc landete vor ihm. Der 22-jährige Monegasse unterschrieb bereits vor Weihnachten 2019 ein bis Ende 2024 gültiges Arbeitspapier. Leclerc ist die grosse Hoffnung des Teams für die Zukunft, während Vettel angeblich zuletzt nur noch ein Vertrag für ein weiteres Jahr angeboten bekommen haben soll.

Das scheint dem ehrgeizigen Hessen zu wenig gewesen zu sein, obwohl Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zuletzt immer wieder betonte, Vettel doch gerne halten zu wollen. Allerdings wurde auch über Gehaltskürzung von Vettel spekuliert. Er selbst hatte zuletzt in einer Videokonferenz gesagt, dass es keine Frist für eine Verlängerung gebe. «Wie auch immer der Deal aussehen wird, das Team und ich werden uns damit wohl fühlen müssen», hatte der Deutsche, der seit seiner Ankunft bei Ferrari zur Saison 2015 nicht an die Erfolge mit Red Bull anknüpfen konnte, dabei verlauten lassen.

Sainz als Nachfolger gehandelt

Der spanische McLaren-Pilot Carlos Sainz junior gilt Medienberichten zufolge als Hauptanwärter auf die Nachfolge von Sebastian Vettel bei Ferrari. Der Vertrag des 25-jährigen Sohnes der Rallye-Ikone Carlos Sainz beim britischen Team läuft ebenfalls Ende dieses Jahres aus. Er wird schon seit Wochen immer wieder mit der Scuderia in Verbindung gebracht. In der Vorsaison war er mit starken Leistungen WM-Sechster geworden und hatte sich so auch für Top-Cockpits empfohlen. (dpa)

Seine vier WM-Titel gewann Vettel zwischen 2010 und 2013 mit dem lange Zeit fast unschlagbaren Red-Bull-Rennstall. Mit Ferrari klappte das nicht. Bekam er 2017 noch einen neuen Vertrag über gleich drei Saisons, läuft seine Zeit nun ab.

Dass er 2020 doch noch Weltmeister wird, scheint unwahrscheinlich. Zum einen, weil der Brite Lewis Hamilton mit Mercedes erneut der übermächtige Favorit ist, zum anderen, weil völlig unklar ist, ab wann und wo in den kommenden Monaten überhaupt wieder gefahren werden kann. Derzeit ist der Start der Saison für den 5. Juli in Österreich anvisiert, einen festen Rennkalender gibt es noch nicht. Die Rennserie hofft, bis zum Jahresende zwischen 15 und 18 Veranstaltungen austragen zu können.

(dpa)

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57 Kommentare
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Alexandria

12.05.2020, 09:24

F-1 wird in zwei oder Drei Jahre am Ende und wird vom Formula E abgelöst die Zukunft gehört der Elektromobil umsteigen E-Folmula Vettel.

Fritz

12.05.2020, 09:20

Vettel ist schnell wenn das Auto schnell ist. Er ist aber kein Schumacher der ein Team motivieren kann ein schlechtes Auto gut zu machen.

Mussdassein?

12.05.2020, 09:19

F1, die sinnloseste Veranstaltung derzeit. Lasst sie sterben. Mercedes soll ja angeblich schon an einen Ausstieg denken.