Gordon Murray: Die legendärsten Entwürfe

Der GMA T.50 aus Gordon Murrays eigener Firma gilt als der geistige Nachfolger des McLaren F1.

Der GMA T.50 aus Gordon Murrays eigener Firma gilt als der geistige Nachfolger des McLaren F1.

Daimler
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vater des MCLAREN F1Diese 6 Boliden machten Designer Gordon Murray zur Legende

Der Südafrikaner Gordon Murray zählt zu den berühmtesten Autodesignern der Welt. Vom Formel-1-Rennwagen bis zum faltbaren Laster: Was er auf die Strasse und die Rennstrecke bringt, schreibt Geschichte.

von
Isabelle Riederer / A&W Verlag

Brabham BT46B

Brabham

Der Brabham BT46B, besser bekannt als der Staubsauger, ist eine Legende! Wir befinden uns mitten im Formel-1-Zirkus der 70er-Jahre. Brabham gehörte damals zum guten Mittelstand, Ferrari und Co. dominierten das Feld. Das sollte sich ändern, als Gordon Murray durch einen technischen Kniff einen Kühlventilator so im Auto verbaute, dass der Rennwagen förmlich auf dem Asphalt klebte. Das Konzept ging auf und der Brabham BT46B ging ab wie ein Rakete. Leider war die Konstruktion nicht regelkonform und so wurde der Brabham BT46B nach nur einem Rennen wieder eingemottet. Gordon Murray hat für Brabham zahlreiche Formel-1-Geschosse entwickelt, die von Nikki Lauda, Nelson Piquet und Ayrton Senna gefahren wurden.

McLaren F1

McLaren
McLaren

Der McLaren F1 gilt bis heute als die Krönung von Gordon Murray. Das Geschoss ist das perfekte Strassenauto mit einem heulenden V12 mit 620 PS, einem zentralen Fahrerplatz mit drei Sitzplätzen, einer Höchstgeschwindigkeit von über 240 km/h und dem wahrscheinlich besten Sound aller Zeiten. Was nur wenige wissen: Ursprünglich war ein Honda-Motor geplant, entsprechend der Partnerschaft in der F1, aber Honda lehnte ab. Zu einem späteren Zeitpunkt wandte sich Murray an den Ingenieur Paul Rosche, den er aus seiner Zeit bei Brabham und deren Beziehung zu BMW kannte. Der Rest ist Geschichte.

Mercedes-Benz SLR McLaren

Daimler

Der Mercedes-Benz SLR McLaren soll ein grosser Wurf von Gordon Murray sein? Ja, denn wenn man einen Gordon Murray damit beauftragt, ein Auto zu entwickeln, an dem sich die Geister scheiden, dann aber richtig. Das Problem: Der Mercedes-Benz SLR McLaren war weder Fisch noch Vogel, weder Sportwagen noch GT. Dennoch war der SLR McLaren ein ziemlich potenter Strassenflitzer und das trotz seines grossen Kofferraums und seinem unruhigen Fahrverhalten.

Light Car Company «Rocket»

LCC

Vor der Formel 1 und vor dem SLR war der Rocket der Light Car Company vielleicht die reinste Ausprägung von Gordon Murrays Technikfetischismus. Der offene Rennwagen mit Motorradmotor bringt lediglich 380 kg auf die Waage und ist damit fünfmal leichter als der Bugatti Veyron. Der Rocket ist sogar so leicht, dass das britische Verkehrsamt ihn als Vierrad und nicht als Auto einstuft. Da der Motor in seiner stärksten Ausbaustufe rund 160 PS leistet, hat die Rakete ein Leistungsgewicht von 420 PS pro Tonne und ist damit dem Veyron mit 500 PS/Tonne dicht auf den Fersen.

GMA T.50

Netcarshow
Netcarshow

2017 gründete Murray Gordon die Firma Murray Automotive und eine Designberatungsfirma namens Gordon Murray Design. Die Designstube des Südafrikaners war unter anderem an der Wiedergeburt von TVR beteiligt, aber auch an einem Smart-ähnlichen Stadtauto namens T.25 und einer Elektroversion namens T.27. Doch am auffälligsten ist wohl der T.50 – der geistige Nachfolger des McLaren F1. Der T.50 wird von einem 3,9-Liter-V12-Saugmotor aus dem Hause Cosworth angetrieben, der bis zu 12’100 U/min dreht und dabei 650 PS leistet. In echter Murray-Tradition ist er schnell und laut. Der GMT T.50 spielt übrigens in der gleichen Kategorie wie der Aston Martin Valkyrie und der Mercedes-AMG One. Nur dass er ein manuelles Getriebe hat. Nach dem T.50 wird der für die Strasse zugelassene US-Super-GT T.33 folgen. Als ob das nicht schon genug verrückte Autos wären, hat Murray auch noch seine Finger im Spiel beim nächsten TVR Griffith, der 2024 auf den Markt kommen soll.

Ox Truck

Ox Delivers

Dass es Murray nicht nur um schnelle Autos geht, zeigte er mit seiner Beteiligung an der Entwicklung des OX Trucks. OX Delivers wurde von einer Wohltätigkeitsorganisation gegründet, um erschwingliche und zuverlässige Transportmittel bereitzustellen, insbesondere Fahrzeuge für die letzte Meile in Schwellenländern. Murray entwarf die ersten vier Prototypen der Flatpack-Trucks. Der OX-LKW ist so konzipiert, dass er nur wenige Teile benötigt, geringe Herstellungskosten hat und flach verpackt wie schwedische Möbel versandt werden kann. Berichten zufolge behielt Murray den ersten Prototyp, XP1, für seine Privatsammlung.

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