Streit in der Disco: Sechs Jahre für Beinschuss und Betrug
Aktualisiert

Streit in der DiscoSechs Jahre für Beinschuss und Betrug

Ein heute 34-jähriger Türsteher hatte hatte einen Kosovo-Albaner im Mai 2007 in den Oberschenkel geschossen. Dafür und für gewerbsmässigen Betrug ist er vom Zürcher Geschworenengericht zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Bei einem Streit in einer Disco in der Zürcher Vorortsgemeinde Opfikon-Glattbrugg hat der Türsteher und Leiter eines Escort-Services mit einer Schusswaffe einen Gast in den Oberschenkel geschossen. Zudem wurde ihm am Mittwoch jahrelanger Sozialhilfebetrug in Zürich und Schlieren sowie im zürcherischen Pfäffikon in Höhe von 150 000 Franken angelastet. Davon wurden bei einer Hausdurchsuchung 108 000 Franken sichergestellt, die das Gericht beschlagnahmte, wie es an der mündlichen Urteilseröffnung hiess.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Mann wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und des Sozialhilfebetrugs im Betrag von einer Viertelmillion Franken angeklagt und eine elfjährige Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung hatte im Hauptanklagepunkt auf Freispruch wegen Notwehr plädiert. Gerichtspräsident Pierre Martin sagte zum Urteil unter anderem, ein Tötungsversuch sei dem Angeklagten nicht nachzuweisen, weil dieser seine Waffe vor dem Schuss tief in Richtung Boden gehalten habe. Von der Freiheitsstrafe hat der Angeklagte bereits 936 Tage verbüsst. (dapd)

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