Aktualisiert

Flucht nach EuropaSechs Kinder alleine auf dem Mittelmeer

Sechs Kinder aus Nordafrika haben auf eigene Faust versucht, in der Dunkelheit mit einem Gummiboot von Marokko über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien überzusetzen.

Die Kinder im Alter von zehn und elf Jahren wurden in der Nacht zum Dienstag drei Kilometer vor der spanischen Südküste von einem Patrouillenschiff der Küstenwache aufgegriffen.

Die spanischen Beamten stellten zu ihrer Verwunderung fest, dass die Kinder bei ihrer nächtlichen Überfahrt ohne Begleitung eines Erwachsenen an Bord des aufblasbaren Bootes waren.

Sie brachten nach Angaben der Behörden die Kinder im Hafen der Stadt Tarifa an Land. Dort kümmerten sich Helfer des Roten Kreuzes um die Kinder. Die Strasse von Gibraltar ist an ihrer schmalsten Stelle 14 Kilometer breit. (sda)

Dutzende Flüchtlinge ertrunken

Beim Überqueren des Golfs von Aden sind bis zu 65 Flüchtlinge aus Afrika ums Leben gekommen. Bis Dienstag wurden 16 Leichen aufgefunden, weitere 49 Menschen galten noch als vermisst, wie das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) in Genf mitteilte. Demnach kenterte ein überfülltes Flüchtlingsboot am Sonntag vor der Küste des Jemens wegen eines Motorschadens. Im zweiten Boot erstickten mindestens zehn Menschen im Maschinenraum, wo sie von Schmugglern festgehalten wurden. Ein drittes Boot sank am Montag ebenfalls. 38 der überwiegend aus Somalia stammenden Flüchtlinge wurden von einem belgischen Kriegschiff gerettet. (ap)

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