Publiziert

Tools, Abzüge, VerlängerungSechs Tipps für die Steuererklärung

Jetzt gehts wieder um Einkommen, Arbeitsauslagen und Pauschalabzüge: Diese Dinge solltest du bei der Steuererklärung beachten.

von
Raphael Knecht
1 / 9
Das gilt es bei der Steuererklärung zu beachten:

Das gilt es bei der Steuererklärung zu beachten:

Keystone/Gaetan Bally
Die meisten Kantone bieten ein Gratis-Tool zur Steuererklärung. Das hilft besonders neuen Steuerpflichtigen, da es durch den Prozess führt und auf mögliche Abzüge hinweist.

Die meisten Kantone bieten ein Gratis-Tool zur Steuererklärung. Das hilft besonders neuen Steuerpflichtigen, da es durch den Prozess führt und auf mögliche Abzüge hinweist.

20 Minuten/RKN
Abzüge für den Arbeitsweg oder auswärtige Verpflegung kann man in der Regel pauschal abziehen. Ein Nachweis wird dabei nicht verlangt.

Abzüge für den Arbeitsweg oder auswärtige Verpflegung kann man in der Regel pauschal abziehen. Ein Nachweis wird dabei nicht verlangt.

Keystone/Steffen Schmidt

Die Formulare für die Steuererklärung sind da –

viele tun sich jedes Jahr schwer damit, sich im Dschungel von Einkommen, Wertschriften und Abzügen zurechtzufinden. Steuerspezialist Markus Stoll vom VZ Vermögenszentrum sagt, was es bei der Steuererklärung zu bedenken gibt:

Elektronische Steuererklärung

In der Regel kann ein Tool zur Steuererklärung gratis von der Steuerverwaltung heruntergeladen werden. Vor allem wer die Formulare zum ersten Mal ausfüllt, sollte das tun, empfiehlt Stoll: «Diese Tools führen den Nutzer durch den Prozess und weisen auf viele Abzüge explizit hin.» Alternativ diene die schriftliche Wegleitung zur Steuererklärung dazu, einen Überblick zu verschaffen.

Test: Steuererklärung in 30 Minuten

Die Redaktion testet, wie lange man mit eTax.ch für die Steuererklärung braucht.
(Video: RKN)

Schafft man es in einer halben Stunde? 20 Minuten hat bereits 2019 eTax.ch getestet. (Video: RKN)

Pauschalabzüge

Für die meisten Auslagen gibt es Pauschalen: So kann man für Fahrkosten zur Arbeit beim Bund bis zu 3000 Franken abziehen – Kantone haben teils eigene Höchstbeträge. Für auswärtige Verpflegung können bei einem Vollzeitjob 3200 Franken abgezogen werden. Leistet der Arbeitgeber Vergünstigungen an die Verpflegung, sinkt der Abzug auf 1600 Franken. Dabei ist es laut Stoll nicht nötig, irgendwelche Belege vorzuweisen. Die Behörden könnten höchstens im Nachhinein eine Erklärung für bestimmte Abzüge verlangen, wenn etwas nicht zu stimmen scheint.

Krankheitskosten

Was die Krankenkasse bezahlt, kann man nicht bei der Steuererklärung abziehen. Anders ist es beim Selbstbehalt und bei nicht versicherten Leistungen. So kann man etwa die Zahnarztrechnung oder die neue Brille geltend machen, sofern man sie selbst bezahlt hat. «Wer im Verlauf des Jahres grössere Kosten gehabt hat, sollte bei der Steuererklärung daran denken», so Stoll. Die Höhe des Abzugs ist vom Einkommen abhängig: Beim Bund und den meisten Kantonen muss man fünf Prozent des Nettoeinkommens selber tragen, den Rest kann man abziehen. Bei der digitalen Steuererklärung wird der Abzug automatisch berechnet.

Überflüssige Abzüge

Um Abzüge muss man sich natürlich nur kümmern, wenn man auch genügend Einkommen hat. So kann man zwar in den meisten Kantonen bis zu 12'000 Franken pro Jahr abziehen, wenn man sich nach der Lehre oder der Kantonsschule aus- oder weiterbildet. «Wer während des Studiums nichts verdient, dem bringt das aber gar nichts», gibt Stoll zu bedenken. Anders sieht es aus, wenn man nebenbei arbeitet – dann könne so ein Abzug durchaus einen merklichen Unterschied machen.

Verlängerung

In den meisten Kantonen ist die Frist für die Steuererklärung auf Ende März gesetzt. Wer mehr Zeit braucht, sollte frühzeitig eine Verlängerung beantragen. Meistens ist das auf dem elektronischen Weg möglich. In vielen Kantonen ist die Fristverlängerung gratis. «Für die Verlängerung wird auch keine Begründung verlangt – ausser man verlängert immer weiter und hat die Erklärung Ende Jahr immer noch nicht eingereicht», sagt Stoll.

Unterlagen

Jedes Jahr werden viele Steuerpflichtige gemahnt, weil sie die Unterlagen noch nicht eingesandt haben. Grund für die Verzögerung ist laut Stoll vor allem, dass es mühsam ist, die nötigen Unterlagen zusammenzusuchen. Darum helfe es, das ganze Jahr durch sämtliche für die Steuererklärung nötigen Dokumente in einem Mäppli zu sammeln: «Dann muss man all den Belegen am Ende nicht nachrennen.» Wer etwa 2020 eine Weiterbildung macht oder eine Zahnarztrechnung bezahlt, denkt also am besten schon an die Steuererklärung und bewahrt die Belege an einem dafür bestimmten Ort auf.

Bleiben Sie über Wirtschaftsthemen informiert

Wenn Sie die Benachrichtigungen des Wirtschaftskanals abonnieren, bleiben Sie stets top informiert über die Entwicklungen der Business-Welt. Erfahren Sie dank des Dienstes zuerst, welcher Boss mit dem Rücken zur Wand steht oder ob Ihr Job bald durch einen Roboter erledigt wird. Abonnieren Sie hier den Wirtschafts-Push (funktioniert nur in der App)!

Social Media

Sie finden uns übrigens auch auf Facebook, Instagram und Twitter!

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.