Aktualisiert 11.10.2005 05:55

Sechs Tote bei Selbstmordanschlägen

Bei zwei Bombenanschlägen im Süden Afghanistans sind sechs Menschen getötet worden, darunter die beiden Selbstmordattentäter.

Fünf Menschen seien verletzt worden, teilte der Provinzgouverneur von Kandahar, Asadullah Chalid, mit. Ein US- Soldat kam bei Kämpfen in der südlichen Provinz Zabul ums Leben.

Bei dem ersten Anschlag am Morgen riss ein Selbstmordattentäter vier Menschen mit in den Tod und verletzte fünf weitere. Unter den Todesopfern war der Mudschahedin-Anführer Schah Agha, der als loyal gegenüber dem afghanischen Präsidenten Hamid Harsai galt.

Nach Polizeiangaben explodierte der Sprengsatz vor seinem Haus in Kandahar. Ähnliche Anschläge hatten die Behörden in der Vergangenheit Kämpfern der Ende 2001 gestürzten Taliban zugeschrieben.

Der zweite Anschlag ereignete sich knapp zwei Stunden später ebenfalls in der Provinz Kandahar. Der Attentäter sprengte sich selbst in die Luft, verletzte aber keine weiteren Menschen.

In der ehemaligen Taliban-Hochburg Kandahar ist es binnen weniger als einer Woche zu insgesamt vier Selbstmordanschlägen gekommen. Am Sonntag waren in Kandahar vier britische Regierungsvertreter bei einem Anschlag verletzt worden.

Am Mittwoch riss ein Attentäter ein Kind mit in den Tod, als er sich nahe eines kanadischen Truppenkonvois in die Luft sprengte. Die afghanischen Behörden machten die Taliban und die Extremistenorganisation El Kaida für die Anschläge verantwortlich.

(sda)

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