Aktualisiert 29.06.2016 13:53

«Malm»Sechs tote Kinder – Ikea ruft Kommode zurück

Nach dem Tod mehrerer Kleinkinder zieht das Möbelhaus Ikea in den USA und Kanada rund 36 Millionen «Malm»-Kommoden aus dem Verkehr.

von
pat
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Curren Collas (2) starb im Februar 2014, als eine Malm-Kommode umfiel und ihn zwischen Bett und Schrank erdrückte.

Curren Collas (2) starb im Februar 2014, als eine Malm-Kommode umfiel und ihn zwischen Bett und Schrank erdrückte.

Jaquelyn, die Mutter des zweijährigen Curren, hat Anzeige gegen das schwedische Möbelhaus erstattet.

Jaquelyn, die Mutter des zweijährigen Curren, hat Anzeige gegen das schwedische Möbelhaus erstattet.

Jetzt reagiert der schwedische Möbelgigant: «Konsumenten sollen sofort aufhören, Kommoden zu benutzen, die über einen halben Meter hoch sind - ausser sie sind sicher an der Wand angebracht.» Um den Kunden dabei zu helfen, bietet Ikea neu einen Gratis-Reparier-Service an. Betroffen von dem Reparatur-Programm sind 27 Millionen Ikea Möbel, darunter sieben Millionen Malm-Kommoden.

Jetzt reagiert der schwedische Möbelgigant: «Konsumenten sollen sofort aufhören, Kommoden zu benutzen, die über einen halben Meter hoch sind - ausser sie sind sicher an der Wand angebracht.» Um den Kunden dabei zu helfen, bietet Ikea neu einen Gratis-Reparier-Service an. Betroffen von dem Reparatur-Programm sind 27 Millionen Ikea Möbel, darunter sieben Millionen Malm-Kommoden.

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Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC macht die Möbelstücke von Ikea für den Tod von sechs Kleinkindern verantwortlich.

Im Februar sei ein 22 Monate alter Junge im US-Bundesstaat Minnesota ums Leben gekommen, weil eine Malm-Kommode auf ihn gefallen sei, hiess es in einer Mitteilung der Behörde vom Dienstag. 2014 gab es zwei Todesfälle:

Im Februar 2014 starb der zweijährige Curren in Pennsylvania, als eine «Malm»-Kommode umfiel und den kleinen Buben zwischen Bett und Schrank erdrückte. Nur gerade drei Monate nach der Tragödie starb in Washington ein 23 Monate altes Baby – eine «Malm»-Kommode hatte es unter sich begraben.

Schweiz vom Rückruf nicht betroffen

Die anderen drei Fälle liegen nach Angaben der Behörde länger zurück. So starb ein 20 Monate altes Mädchen schon im Jahr 1989.

Von dem Rückruf betroffen waren neben verschiedenen Ausführungen der Malm-Kommoden auch noch andere Regale mit Schubkästen. Nach Angaben der CPSC waren in den USA in den vergangenen Jahren rund 29 Millionen Stück von ihnen verkauft worden, in Kanada 6,6 Millionen.

Die Schweiz ist vom Rückruf nicht betroffen, wie Ikea Schweiz auf Anfrage mitteilt. Man appelliere aber an die Kunden, die Kommoden an der Wand zu befestigen. Dann sei das Möbel sicher.

Erst vor ein paar Tagen musste Ikea das Schutzgitter «Patrull» zurückrufen. Es bestehe das Risiko, dass Kinder die Treppe hinunterstürzten, teilte das Unternehmen mit. (pat/sda)

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