Bombenanschlag: Sechs Verdächtige in Russland festgenommen

Aktualisiert

BombenanschlagSechs Verdächtige in Russland festgenommen

Die mutmasslichen Attentäter hätten ihre Beteiligung am Anschlag auf eine Polizeistation im russischen Pjatigorsk gesstanden. Anscheinend war ein grösseres Attentat geplant.

Russische Sicherheitskräfte haben sechs Verdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Polizeistation in Pjatigorsk festgenommen. Auch in Wolgograd wurden zwei Anschläge verübt, hier zu sehen auf eine Bahnstation.

Russische Sicherheitskräfte haben sechs Verdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Polizeistation in Pjatigorsk festgenommen. Auch in Wolgograd wurden zwei Anschläge verübt, hier zu sehen auf eine Bahnstation.

Die russischen Sicherheitskräfte haben sechs Männer festgenommen, die für den Bombenanschlag auf eine Polizeistation in der Kaukasus-Stadt Pjatigorsk mit drei Toten verantwortlich sein sollen. Die Männer hätten ihre Beteiligung an der Tat gestanden.

Das Komitee zur Terrorabwehr teilte am Freitag in Moskau mit, sie hätten angegeben, einen Anschlag weit grösseren Ausmasses geplant zu haben. Unter den Festgenommenen sei auch ein Bürger aus Aserbaidschan. Gegen die Männer seien Verfahren wegen versuchten Mordes und Terrorismus eingeleitet worden.

Der Süden Russlands wurde wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi von einer Anschlagwelle erschüttert. Sotschi liegt an den Ausläufern des Nordkaukasus. Extremisten kämpfen in der Region seit Jahren für die Errichtung eines islamistischen Staates und haben damit gedroht, die Spiele mit aller Macht zu verhindern.

Sicherheitsvorkehrungen verschärft

Neben dem Autobombenanschlag in Pjatigorsk gab es Ende Dezember binnen knapp 24 Stunden zwei schwere Anschläge mit 34 Toten in Wolgograd, das rund 700 Kilometer von Sotschi entfernt ist. Die Attentate hatten Sicherheitsbedenken rund um die Olympischen Spiele geschürt.

Seither hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Sicherheitsvorkehrungen noch weiter verschärft. Unter anderem wurden die Sicherheitskräfte in einem Teil des Nordkaukasus in Kampfbereitschaft versetzt. (sda)

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