Sechseläuten 2008 mit verkürzter Route

Aktualisiert

Sechseläuten 2008 mit verkürzter Route

Solothurn ist Gastkanton des Zürcher Sechseläutens 2008. Der traditionelle Zug der Zünfte vom 14. April wird heuer neben zahlreichen Ehrengästen aus der ganzen Schweiz auch durch die Euro08-Maskottchen Trix und Flix bereichert.

Der Gastkanton Solothurn zieht vor den Zürchern den Hut für seine Einladung ans Frühlingsfest. Unter dem Motto «Chapeau» präsentiert der Mittellandkanton am Sechseläutenwochenende von Mitte April in Zürich vor allem sein einheimisches Kulturschaffen. Er ist mit allen Regierungsmitgliedern, National- sowie Ständeräten präsent.

Neue Bundesrätin und ihre Kontrahenten

Es sei nicht einfach gewesen, alle Aktivitäten des Gastkantons unter einen Hut zu bringen, sagte Cäsar Eberlin vom Solothurner Organisationskomitee vor den Medien. Schwerpunkt am Umzug sind fünf Bilder zur Solothurner Kultur mit nationaler Ausstrahlung wie die Film- oder Literaturtage. Auf dem Lindenhof wartet Solothurn unter anderem mit viel Live-Musik und einem «Poetry-Slam» auf.

Mit einer grossen Delegation präsent am Sechseläuten 2008 ist die Universität Zürich im Rahmen ihres 175-Jahre-Jubiläums. Dabei im Zug der Zünfte sind auch Bundesrat Samuel Schmid und die neue Bundesrätin Eveline Widmer Schlumpf. Aber auch deren grösste politischen Kontrahenten, alt Bundesrat Christoph Blocher und SVP- Parteipräsident Toni Brunner marschieren mit.

Rekordinteresse für Kinderumzug

Präsent sind auch die Spitzen der Euro 08-Organisation aus der Schweiz und Österreich, Rekord-Ballonfahrer Bertrand Piccard, Armeechef Roland Nef oder SBB-Chef Andreas Meyer. Beim Kinderumzug vom Sonntag zeichnet sich laut den Veranstaltern schon jetzt ein neuer Rekord ab. Daran nehmen rund 3000 Personen teil, davon rund 2300 Kinder, dieses Jahr mit Gruppen aus China und dem Kosovo.

Erstmals sind die Routen der beiden Umzüge geändert und wegen der knappen Zeit um ein Fünftel gekürzt. Statt beim Bahnhof-startet der Umzug neu am Bürkliplatz. Die Route wird klarer und weniger verwinkelt, der Verkehrsknoten am Bahnhof entlastet. Ferner bringe die neue Route deutlich mehr attraktive Sitzplätze.

Trotz Neuerungen und Änderungen: Wie eh und je geht es am Montag um Punkt 18 Uhr auf der Sechseläutenwiese dem Böögg an den Kragen. Ob danach der ersehnte Frühling endlich kommt, bleibt abzuwarten. (sda)

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