Aktualisiert 05.08.2008 14:53

Mysteriöse LeichenteileSechster Fuss angespült – diesmal in Amerika

An der kanadischen Pazifikküste wurden in den letzten Wochen fünf Füsse in Turnschuhen angespült – und eine Tierpfote. Jetzt kommt ein sechster dazu, diesmal strandete der Fuss an der amerikansichen Küste.

Ziemlich genau ein Jahr nach dem ersten makabren Fund eines abgetrennten Fusses im kanadischen British Columbia, stiess eine Frau vermutlich auf einen weiteren, den mittlerweile sechsten Fuss – diesmal allerdings auf der amerikanischen Seite. Die Frau befand sich gerade auf einem Strandspaziergang wenige Kilometer südlich von Port Angeles, als sie auf den schwarzen, halbhohen Turnschuh stiess.

Polizist Lyman Moores meinte gegenüber US-Medien, die Extremität könnte einem Mann gehört haben, über die Schuhgrösse und -marke machte er keine Angaben. Noch ist auch nicht ganz sicher, ob es sich tatsächlich um einen menschlichen Fuss handelt. «Sicher ist nur: Im Schuh steckte eine Socke und darin stark verwestes Fleisch. Ob es tierischen oder menschlichen Ursprungs ist, wissen wir noch nicht mit Sicherheit», so Moores gegenüber der «Seattle Times».

(Quelle: AP)

Wo ist der Rest der Leichen?

Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies der bereits sechste angespülte menschliche Fuss. Die Füsse, die bisher an Kanadas Küste angeschwemmt wurden, steckten allesamt ebenfalls in Jogging-Schuhen. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel.

Ihr besonderes Interesse gilt einem Paar blau-weisser Nike-Schuhe der US-Grösse 11, die 2003 hergestellt und in der ersten Jahreshälfte 2003 in Kanada oder den USA verkauft wurden. Diese beiden Schuhe steckten an den beiden Männerfüssen, die als bisher einzige mit Gewissheit zu ein und demselben Menschen gehörten. Die drei anderen Füsse waren Einzelfunde, darunter ein Frauenfuss mit einem im Juni 1999 produzierten blau-weissen New-Balance-Schuh der US-Grösse 7.

«Natürlich» abgerissen?

Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass die fünf Füsse durch kriminelle Gewalttaten abgetrennt worden seien, sagte die kanadische Polizeisprecherin Annie Linteau, nachdem vor einigen Wochen der fünfte Fuss gefunden worden war. Vielmehr sehe es so aus, meinte Linteau, dass sie durch einen «natürlichen Vorgang» abgerissen wurden.

Mit Hilfe von gentechnischen Untersuchungen wird derzeit überprüft, ob die Füsse zu vermisst Gemeldeten aus dem Westen Kanadas gehören. Die Ermittler halten es für möglich, dass die Füsse zu Opfern von Schiffs- oder Flugzeugunglücken gehören könnten.

Auch in Schweden strandete ein Fuss

Im Juni war auch in Schweden ein menschlicher Fuss an Land geschwemmt worden. Es handelte sich um einen Männerfuss in «normaler Grösse». Dagegen stellte sich nach einem sechsten Fund in Kanada heraus, dass der mutmassliche Männerfuss eine in eine Socke und einen Turnschuh gesteckte Tierpfote war.

(sda)

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