Bern: Secondos sollen sich einbürgern lassen
Aktualisiert

BernSecondos sollen sich einbürgern lassen

Um der drohenden Ausschaffung zu entgehen, sollen sich Ausländereinfach einbürgern lassen: Dies fordern grüne Politiker.

von
Pedro Codes
Ruft auf zur Einbürgerung: Cristina Anliker-Mansour. (Alessandro Meocci)

Ruft auf zur Einbürgerung: Cristina Anliker-Mansour. (Alessandro Meocci)

«Geht euch einbürgern – unbedingt», ruft die grüne Stadträtin Cristina Anliker-Mansour die Ausländer nach der Annahme der Ausschaffungsinitiative durch das Volk auf. Denn: «Wer sich die Staatsbürgerschaft nicht holt, läuft Gefahr, schon bei kleinen Delikten ausgewiesen zu werden.» Noch krasser drückt es Parteikollege Hasim Sancar aus: «Die Schweiz hat am Sonntag eine Sonderjustiz für Ausländer eingeführt.»

In einem parlamentarischen Vorstoss verlangten die beiden schon im März dieses Jahres von der Stadt, sie solle aktiv Einbürgerungen fördern. In seiner Antwort darauf zeigte sich der Gemeinderat zwar wohlwollend – nach Ansicht von Anliker-Mansour genügt diese Forderung aber nicht mehr. «Wir müssen sicherstellen, dass Ausländer, die in der Schweiz zum Wohlstand beitragen, auch hier bleiben können», sagt sie.

Ein Schritt in die richtige Richtung sei die parlamentarische Initiative «Die Schweiz muss ihre Kinder anerkennen». SP-Nationalrätin Ada Marra will damit eine erleichterte Einbürgerung der dritten Generation in der Bundesverfassung festhalten. «Diese gehören nämlich zur Schweiz», begründet Anliker-Mansour.

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