Aktualisiert 13.11.2007 21:00

Securitas gegen betrunkene Patienten

Die Wochenenden in den Notaufnahmen des Kantonsspitals sind in Basel-Stadt oft unerfreulich und manchmal sogar gefährlich für das Personal. Aggressive Patienten haben den Einsatz einer privaten Sicherheitsfirma nötig gemacht.

Wer am Wochenende auf die Notfallstation des Kantonsspitals Basel-Stadt kommt, der tut erst mal eine Weile nichts, ausser warten. Die langen Wartezeiten tragen nicht zur Harmonie zwischen Personal und Patienten bei. Heikel wird es vor allem dann, wenn alkoholisierte und aggressive Patienten sich gedulden müssen. Und davon gibt es eine ganze Menge, wie in Pfleger-Kreisen zu vernehmen ist.

Seit rund drei Monaten wird der spitalinterne Sicherheitsdienst in Basel-Stadt nun von einer privaten Sicherheitsfirma unterstützt. Jeweils Donnerstags, Samstags und Sonntags zwischen 22 Uhr abends und drei Uhr morgens ist ein Angestellter einer privaten Sicherheitsfirma für Ruhe in der Notfallstation besorgt. Chefarzt Prof. Roland Bingisser bestätigt gegenüber 20minuten.ch die Sachlage: «Wir haben als letztes grosses Schweizer Spital diesen Schritt gemacht. Bisher konnten wir dank einer guten Zusammenarbeit mit der Polizei darauf verzichten.»

Mit den Wartezeiten habe die zunehmende Gewaltbereitschaft gegenüber Patienten und Personal aber nichts zu tun. Laut Bingisser habe auch nicht ein krasser Einzelfall zum Entscheid beigetragen. «Die kritische Grenze der Gewaltbereitschaft in der Notfallstation war erreicht», sagt Bingisser.

Maurice Thiriet, 20minuten.ch

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