Aktualisiert 09.03.2011 19:49

BaselSecuritys müssen mehr einstecken als früher

Im Nachtleben geht es zunehmend heftig zur Sache. Ausgelassen wird die Wut immer öfter an Sicherheitsleuten.

von
Jonas Hoskyn

«Beschimpft, angespuckt und attackiert»: Das Bild, das Viktor Schwen­deler beschreibt, ist kein schönes. «Bei vielen fehlt jeglicher Respekt», so der Agenturleiter der Firma VIP-Security. Oftmals reiche bereits ein Nein am Eingang, damit die Lage zu eskalieren drohe. «Und wenn sie dann noch mit Kollegen unterwegs sind, hast du mit der ganzen ­Gruppe Probleme.» Wegen der immer grösseren Aggressivität, die den ­Sicherheitsleuten entgegengebracht wird, musste Schwendeler das Kontingent anpassen: «Wir sind nur noch zu zweit unterwegs.»

Auch andere Security-Firmen bestätigen die Tendenz: «In Basel ist es sogar schlimmer als in anderen Städten», weiss Parham Khodaparast von ProSec. «Eigentlich sind die Leute hier eher introvertiert, aber sobald Alkohol im Spiel ist, ändert sich das.» Immer mehr Clubs stellen entsprechend ihr Sicherheitskonzept um: «Früher haben wir darauf geschaut, dass es drinnen ruhig bleibt, heute sortieren wir schon sehr stark am Eingang aus», so Andreas Mai, Geschäftsführer der Disco A2. Mit dem Ergebnis, dass die Türsteher dann gleich angepöbelt werden. Mai: «Die müssen heute einiges mehr einstecken als früher.» Trotzdem sind die Türsteher in vielen Clubs unbewaffnet: «Das bringt meist mehr Probleme mit sich», so Mai. Und auch Anthony Sedramac vom Fame meint: «Wir haben das Motto: lieber eine kassieren, dafür anständig dastehen.»

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