Aktualisiert 17.03.2004 09:51

Seebeben erschüttert Kreta

Ein Seebeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala hat die Mittelmeerinsel Kreta erschüttert. Tausende Menschen, darunter auch Touristen, rannten auf die Strassen.

Tausende Menschen, darunter auch Touristen, rannten nach Berichten des griechischen Radios auf die Strassen.

Die Menschen in fast allen Landesteilen Südgriechenlands spürten den Erdstoss, etwa auf dem Peloponnes und in Athen. Wie das Seismologische Institut von Athen mitteilte, lag das Zentrum des Bebens unter dem Meeresboden rund 30 Kilometer südlich der Südküste von Westkreta in 29 Kilometer Tiefe.

Verletzungen oder Schäden wurden der Polizei nicht gemeldet, berichtete das staatliche Radio (NET). Dies bestätigten auch mehrere Bürgermeister der Städte Kretas. «Es gab zuerst ein tiefes Dröhnen, dann wackelte alles hin und her. Wir hatten jedoch Glück», sagte der Bürgermeister des Ferienortes Paläochora im Radio.

Erdbebenzone

Das Gebiet südlich von Kreta gilt als eine äusserst erdbebengefährdete Region. Es ist Teil eines mehr als 1000 Kilometer langen Bogens, der im Ionischen Meer östlich von Italien beginnt und über Südkreta bis hin nach Südostanatolien in der Türkei reicht.

Dort stossen die afrikanische und die europäische Platten aufeinander. Dabei entstehen immer wieder starke Beben. So bebte etwa 1999 die Erde in Westanatolien, fast 20 000 Menschen starben damals in Izmit und Umgebung.

(sda)

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