Aktualisiert 14.09.2016 16:05

Zoo Basel

Seelöwen-Weibchen üben ein Showprogramm

Seit dem Tod von Seelöwen-Bulle Uranus wird mit den fünf Weibchen intensiv trainiert. Sie werden in Zukunft die Zolli-Besucher unterhalten.

von
fh

Gespannt sitzen die fünf Seelöwen auf ihren Podesten und warten auf die Befehle von Tierpflegerin Ramona Schröter. Mit Fischen lockt sie die Tiere zunächst an. Sind die Tiere alle versammelt, kann die Show beginnen. Seitdem Publikumsliebling Uranus im November letzten Jahres verstarb, trainiert Schröter täglich mit den Seelöwen-Weibchen und bringt ihnen Kunststücke bei.

Mit grosser Begeisterung nehmen sie am Training teil. Die Arbeit soll das Spielverhalten der Tiere fördern und die Beziehung zu den Tierpflegern stärken. «Ohne Vetrauen würde das Training nicht funktionieren», erklärt Schröter. Wichtig sei dabei, dass die Seelöwen ohne Druck und aus eigener Motivation mitmachen. Dieser Meinung ist auch Kuratorin Friederike von Houwald: «Das Ziel ist es, die Bindung zwischen Mensch und Tier zu festigen» erklärt sie.

Zwei Mal täglich wird trainiert

Auf eine spielerische Art und Weise werden die Tiere durch Ramona Schröter angeleitet, Aufgaben zu erfüllen. Mit Hilfe eines roten Tennisballs, der an einen Stock befestigt ist, führt sie die Befehle aus. Der Job der Seelöwen besteht dann darin, diesen Ball mit der Nase zu berühren und zwar solange, bis die Tierpflegerin einem Pfiff die Übung beendet. «Zur Belohnung gibts dann einen Fisch», so Schröter.

Die schwierigste Aufgabe der Tierpfleger besteht darin, die Tiere während dem Training bei Laune zu halten. Jedes der Seelöwen-Weibchen hat seinen eigenen Kopf und einen individuellen Charakter. Alle an ihren vorbestimten Platz zu kriegen war vor allem zu Beginn nicht einfach.

Zwei Mal täglich wiederholt Schröter das Training. Zu ihrer Überraschung befanden sich ein paar Talente unter den fünf Seelöwen-Damen. Vor allem Kelsey, eines der beiden Jungtiere, scheint ein Naturtalent zu sein. Bereits nach wenigen Monaten liess sie sich auf Kunststücke ein und traute sich sogar vom grossen Felsen zu springen.

Medizinische Untersuchungen erleichtern

Die Neugier und der enorme Spieltrieb der Tiere sollen vor allem dazu genutzt werden, spätere medizinische Untersuchungen zu erleichtern. Da sich Zootiere nicht gerne anfassen lassen, ist es wichtig, dass sie die untersuchende Hand tolerieren. Durch das Training sollen die Seelöwen in der Lage sein, ihre Flossen zu zeigen oder einen Blick in ihr Maul zuzulasssen.

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