Aktualisiert 19.08.2009 14:25

HitzewelleSeen werden wärmer, Bergbäche kälter

Die gegenwärtige Hitze erwärmt auch Flüsse und Seen in der Schweiz. Wer Abkühlung sucht, findet sie in Bergbächen, die bei hohen Lufttemperaturen kälter werden. Am Mittwoch wurde der diesjährige Hitzerekord mit 35,2 Grad in Sitten gebrochen.

Temperaturen an der oberen Limite würden derzeit in kleineren Fliessgewässern in tieferen Lagen registriert, die derzeit wenig Wasser führten. So etwa in der Broye bei Payerne (VD), wo die Wassertemperatur am Mittwoch am frühen Nachmittag 23,0 Grad erreichte. Der Maximumwert der letzten 24 Stunden lag sogar bei 25,5 Grad.

Verhältnismässig warm sind laut der Hydrologin auch grössere Fliessgewässer. Im Rhein bei Rheinfelden (AG) wurde am Mittwoch eine Wassertemperatur von 23,2 Grad gemessen. Dieser Wert ist aber noch deutlich entfernt vom Rekordwert von 25,9 Grad im Hitzesommer 2003. In Thun und in Bern wurden am frühen Mittwochnachmittag Aaretemperaturen von 21,0 beziehungsweise 20,9 Grad registriert, und bei Brugg waren es 22,0 Grad. Die Reuss war bei Mellingen (AG) 23,4 Grad und die Limmat in Baden 24,1 Grad warm.

Gletscher schmelzen schneller

Wenig Abkühlung versprachen auch die Wassertemperaturen in den Seen, wie eine Zusammenstellung von Schweiz Tourismus zeigt. Der Luganersee bei Castagnola war am Dienstag am Lido 26 Grad warm, im Lago Maggiore am Lido von Ascona sowie im Greifensee waren es je 25 Grad. Bei Biel war der Bielersee 23 Grad warm, ebenso wie der Bodensee bei Romanshorn und am Mittwoch auch der Vierwaldstättersee bei Weggis (LU).

Kühler werden dagegen laut der BAFU-Hydrologin Oosenbrug einige Bergbäche, weil die vorherrschende Hitze derzeit die Gletscher schneller schmelzen lässt. So hat sich etwa die Lütschine im Berner Oberland seit vergangenem Samstag bis am (gestrigen) Dienstag um ein Grad auf neun Grad abgekühlt.

Rekordwerte wie im Hitzesommer 2003 wurden dieser Tage jedoch noch nicht erreicht, wie Edith Oosenbrug, Hydrologin beim Bundesamt für Umwelt (BAFU), am Mittwoch auf Anfrage sagte. Der am kommenden Freitag erwartete Regen dürfte etwas Abkühlung bringen.

(dapd)

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