Aktualisiert 24.05.2007 22:41

Seilkran kippte: Arbeiter aus Führerkabine geschleudert

Ein 30 Meter hoher Seilkran kippte in Solothurn und krachte zu Boden. Um Haaresbreite verfehlte er dabei einen Büezer. Der Kranführer hatte hingegen weniger Glück.

Wie in Zeitlupe sieht Bauarbeiter Isa Milani das Unglück noch vor sich: «Der Kran geriet ganz langsam aus dem Gleichgewicht. Unten im Führerstand merkte der Maschinist nicht, wie gefährlich sich der Ausleger über ihm neigte.» Doch drei Kollegen hätten sofort reagiert und seien losgespurtet. Wild gestikulierend hätten sie einem Arbeiter zugerufen, der unter dem 30 Meter hohen Kran stand. Im letzten Moment sprang der Mann zur Seite, während der riesige Kran neben ihm umstürzte. Der Maschinist wurde aus seiner Kabine katapultiert. Er flog mehrere Meter weit durch die Luft, bevor er auf dem Boden aufschlug, wobei er sich Prellungen und eine Gehirnerschütterung zuzog.

Bisher ist unklar, wie es gestern zum Unfall bei der Westumfahrung kam. Der Kran war eingesetzt worden, um unter heftigen Vibrationen Spundwand-Elemente aus der Erde zu ziehen.

Patrick Marbach

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