Seilziehen um Asylsuchende
Aktualisiert

Seilziehen um Asylsuchende

Der Waadtländer Staatsrat verzichtet vorläufig auf zwangsweise Ausschaffungen von Familien mit Kindern, alleinstehenden Frauen aus dem Kosovo und Überlebenden aus Srebrenica.

Alle anderen abgewiesenen Asylsuchenden müssen gehen. Die Form einer begleiteten Rückschaffung soll mit den Kirchen, Parteien und der Unterstützungsbewegung für die abgewiesenen Asylsuchenden ausgehandelt werden, hiess es am Dienstag an einer Medienkonferenz des Staatsrates.

Um das Schicksal der abgewiesenen Asylsuchenden ist im Kanton Waadt seit mehreren Monaten ein Seilziehen im Gang. Während die Regierung bislang eine harte Linie verfolgte, hatte sich der Widerstand gegen Zwangsrückschaffungen verbreitert. In mehreren Kirchgemeinden wurden vorsorglich Kirchenasyle eingerichtet.

(sda)

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